Die Marschroute der SG Züsch vor dem Gastspiel in Waldrach ist vorgezeichnet. Denn wenn der Tabellendritte noch den zweiten Rang erobern möchte, sind Siege nötig – auch gegen die Ruwertaler Reserve, die in den direkten Duellen meist die Nase vorn hatte.
Die SG Ruwertal Gutweiler II und die SG Züsch wollen in jedem Spiel einen Dreier erringen, haben aktuell aber unterschiedliche Ausgangssituationen: Die SG Züsch belegt den dritten Tabellenplatz und hat mit 37 Punkten zehn Zähler mehr auf dem Konto als der Tabellenfünfte, der sich bereits aus dem Rennen um Podiumsplätze verabschiedete. Dafür sorgte die bisherige Ausbeute in der Restrunde: Im Nachholspiel gegen Thalfang zeigte die Zweitvertretung eine couragierte Leistung, belohnte sich aber nicht (3:2). Gegen Kellerkind Geisfeld II glückte der angestrebte Sieg, ehe man am letzten Wochenende bei Spitzenreiter Kordel mit 6:0 unterlag. Dort zeigte sich ein bekanntes Problem der Ruwertaler in dieser Spielzeit: individuelle Fehler in der Defensive. Hinzu kommt die schwankende personelle Lage im ersten Jahr nach der SG-Erweiterung. Rund 40 verschiedene Spieler setzte Trainer Andreas Wagner bereits ein.
Auch bei der SG Züsch drückt aktuell der personelle Schuh. Spielertrainer Andreas Weber kann aktuell nur von der Seitenlinie coachen und mit Spielern wie Adel Eladl oder Michael Urhahn fehlten bzw. fehlen wichtige Leistungsträger. Die fehlende Erfahrung und individuelle Klasse machten sich in den bisherigen Restrundenaufritten bemerkbar. Zwar wurden die Spiele gegen die Kellerkinder Haag (1:0) und Geisfeld II (1:3) gewonnen, doch mit fußballerischen Höhepunkten konnten die Züscher dabei kaum überzeugen. Dennoch: Die Ausgangslage ist weiterhin gut und selbst der Sprung auf Tabellenplatz zwei nicht ausgeschlossen. Schließlich stehen die Rückrundenspiele gegen Thalfang und Primus Kordel noch aus und bei einem Spiel mehr als das Spitzenduo liegt man einen Zähler bzw. sechs Punkte hinter diesem. Klar ist jedoch, dass die SGZ ihre Leistung steigern muss, um den Anschluss zum Tabellenzweiten nicht zu verlieren. Wo die Reise für Züsch hingeht, könnte sich schon an diesem Wochenende zeigen.
Im Hinspiel rettete der Tabellendritte mit einem Sonntagsschuss in der Nachspielzeit einen Punkt gegen die Ruwertaler (1:1). Und auch in den Jahren vor dem Zusammenschluss mit dem SV Gutweiler zählte die SGR nie zu den Lieblingsgegnern der Hochwälder. Der letzte Züsch-Sieg datiert auf März 2024. Ein Erfolg, auf den zwei Punkteteilungen und ein Ruwertaler Sieg folgten. Dieses Mal will Züsch dreifach punkten, denn nur so lässt sich die Chance auf Tabellenplatz zwei aufrechterhalten. Schlägt das fehl, muss sich die SG Züsch und der im Sommer wechselnde Trainer Andreas Weber wohl mit Rang drei zufriedengeben.
Gegner Ruwertal, der drei Punkte hinter dem Tabellenvierten Osburg liegt, aber ein Spiel mehr absolvierte, dürfte das Klassement vorerst ausblenden. Schließlich gilt es, nach der Pleite gegen Kordel eine Reaktion auf die jüngste Leistung zu zeigen und zu beweisen, dass man nicht nur auf dem Papier zu den Topteams der B-10 zählt, sondern diese auch schlagen kann.
Kasel, So., 29.03., 12.30h
