Im Derby zweier Tabellennachbarn kam der SV Konz II unter die Räder und unterlag deutlich. Ganz zur Freude der Gäste aus Könen, die mit dem 6:1-Auswärtssieg den höchsten Erfolg der noch jungen Saison feierten.
Das Derby zwischen dem SV Konz II und dem FC Könen startete mit hohem Tempo und einigen Torraumszenen. Nur drei Minuten waren gespielt, da bekamen die Hausherren bereits einen Elfmeter zugesprochen. Niklas Keil übernahm die Verantwortung für die SVK-Reserve, scheiterte jedoch an Tobias Schmitt, der einen frühen Rückstand seiner Könen-Elf verhinderte. Nur rund eine Minute später durfte der FCK erneut Jubeln, denn Alpha Dramé schoss die Gäste in Front. Auch in der Folge taten sich die Konzer schwer damit, die Könen-Offensive und Angreifer Dramé in den Griff zu bekommen. Dies spiegelte sich im Ergebnis wieder, denn noch vor der Pause legte Dramé zwei weitere Tore (14., 33.) zum 3:0-Pausenstand nach.
Der FC setzte seine gute Leistung der ersten Hälfte in der zweiten fort und sorgte in der 57. Minute durch Marcel Herrig für das vorentscheidende 4:0. Für die Konzer kam es nun faustdick: Nur acht Minuten später verwandelte Khaled Karim Said Abdulaziz Khaled einen Elfmeter zum 5:0 und Mika Rörsch legte in der 81. Minute sogar noch das 6:0 nach, ehe dem Konzer Merlin Weis der Ehrentreffer zum 1:6-Endstand glückte (89.).
So deutlich wie die Niederlage fiel auch das Fazit von Konz-Trainer Ralph Güth aus: „Es war ein hochverdienter Sieg für Könen. Wenn es darum gegangen wäre, möglichst wenig Fußball zu spielen, hätten wir heute den ersten Platz belegt. In den ersten paar Minuten waren wir noch gut im Spiel, brachen danach aber komplett ein. Wir hatten viele Fehlpässe, kamen nicht in die Zweikämpfe und generell hatte das, was wir zeigten, nichts mit Fußball zu tun. Stefan Becker und Merlin Weis versuchten es noch, aber es war im Grund kollektives Versagen.“
Könens Trainer Bilal Boussi durfte seine Elf hingegen für eine starke Leistung loben, durch die man auf den dritten Tabellenplatz vorrückte: „Am Anfang waren wir nicht gut im Spiel, benötigten die ersten Minuten bis Viertelstunde um reinzufinden. Wir waren in der ersten Halbzeit aber ziemlich effektiv, nutzten direkt unsere ersten Chancen. In der zweiten Halbzeit gewannen wir mehr Kontrolle und im Endeffekt hätte es höher als 6:1 ausfallen können. Die Einstellung passte nach der Anfangsphase und wir können zufrieden sein. Die Jungs machten es gut.“
Foto: Archiv/Sandra Maes
