Im Derby in Kasel trennten sich die SG Ruwertal/Gutweiler und der TuS Schweich vor 220 Zuschauern 1:1-Unentschieden.




Für die Mosella bleibt die Serie von sieben ungeschlagenen Spielen bestehen, während auch die Ruwertaler ihre kleine Serie von jetzt fünf Partien ohne Niederlage ausbauen konnten. Es war ein gutklassiges Spiel mit dem glücklicheren Ende für die Gäste, die in der zweiten Minute der Nachspielzeit dann doch noch zu ihrem Tor kamen. Auf der anderen Seite hatte Ruwertal ebenfalls das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, nachdem Jens Schneider wenige Augenblicke nach dem Ausgleich von Julius Kalweit die Riesenchance auf das 2:1 besaß. Insgesamt war es ein Spiel, in dem Ruwertal leidenschaftlich verteidigte und die Mosella Chancenwucher betrieb. Die Partie besaß Pfeffer, Tempo und Spielwitz. Bereits in der vierten Minute hätte Mathias Biwer die Hausherren in Führung bringen können, doch der Stürmer scheiterte am guten Bendix Große im Schweicher Tor. Stephan Schleimer besaß die Chance zur Schweicher Halbzeitführung. Nach dem Wechsel forcierte die Mosella das Tempo nochmals. Jens Schneider hatte gleich zwei Möglichkeiten, die Gäste in Führung zu bringen, doch der Torjäger scheiterte am gut aufgelegten Jordan Nkamgove im SG-Kasten bzw. brachte die Kugel nicht aufs Tor. Scheiterte Steven Kirchen im Eins-gegen-eins noch einen Augenblick zuvor erneut an Große, machte es Tobias Krämer dann besser, als der Ruwertaler Stürmer Große mit einem Traumtor aus 25 Metern in den Winkel überwand – 1:0 (69.). Mit einem der letzten Angriffe kam die Mosella durch Kalweit mit einer direkt verwandelten Ecke, gleichwohl Nkamgove noch dran war, zum längst verdienten 1:1-Ausgleich. Schneider fand mit der letzten Aktion erneut seinen Meister im Ruwertaler Keeper, dem Trainer Bastian Jung „eine überragende Leistung bescheinigte. Jordan hat uns mehrfach im Spiel gehalten und letzten Endes den Punkt gerettet. Es war ein hochverdientes Unentschieden mit einem dezimierten Kader. Etliche Spieler sind ausgefallen oder mussten angeschlagen spielen. Demzufolge hat die Mannschaft ein Riesenspiel gemacht, aber vor allem läuferisch und kämpferisch Akzente gesetzt. Wir haben immer wieder Nadelstiche gesetzt, intensiv gegen den Ball gearbeitet, aber in einigen Situationen auch Glück gehabt. In den Schlussminuten haben wir alles gut wegverteidigt.“ Schweichs Trainer Thomas Schleimer konstatierte, dass „wir uns heute selbst im Weg gestanden haben, weil wir zuhauf beste Torchancen vergeben und Chancenwucher betrieben haben. Wir haben die letzte Konsequenz vermissen lassen und zu ungenau abgeschlossen. In beiden Halbzeiten besaßen wir Torchancen im zweistelligen Bereich, die wir leichtfertig haben liegenlassen. Ruwertal war ein unbequemer und guter Gegner, der uns alles abverlangt hat. Am Ende sind wir froh, dass wir hintenraus noch das 1:1 erzielt haben.“ Schleimer zeigte sich trotz des nur einen Punktes zufrieden. „Wir haben das Ergebnis von Salmrohr in Lüxem positiv zur Kenntnis genommen und sogar noch einen Punkt gutgemacht.“