Wie aus einem Guss spielte die von Akteuren der ersten Mannschaft verstärkte Reserve der Tarforster gegen Mitkonkurrent Niederkell.
Bereits zur Pause hatten die Höhenstädter einen 5:1-Vorsprung herausgeschossen. Leon Schmid traf im Doppelpack (5., 9.), ehe Benedikt Decker nach 27 Minuten auf 3:0 erhöhte. Mitte der ersten Halbzeit kamen die Hochwälder besser in die Partie und erzielten verdient das 1:3 aus ihrer Sicht. Ein Schuss von Lukas Rausch wurde noch geklärt, doch im Nachfassen staubte Niclas Philippi ab (35.). Doch der FSV legte zweimal noch vor der Pause nach: Nach Konter über Philipp Salm landete die Kugel bei Leo Reh, der wiederum Decker bediente, der aus der Drehung zum 4:1 traf. Einen Freistoß von Decker verwertete schließlich Julius Barbion per Kopf zum 5:1-Halbzeitstand. Mit seinem dritten Treffer in diesem Spiel legte Schmid in der 65. Minute den Deckel komplett drauf. Reh hatte sich vor der Grundlinie durchgesetzt und am zweiten Pfosten Schmid gefunden. Den Schlusspunkt setzte Jason Lienou mit dem 6:1 (85.). Es war die neunte Niederlage für die Niederkeller in Folge. Folglich kritisch fiel das Statement von Trainer Robin Witzel aus: „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir sind ersatzgeschwächt nach Tarforst gereist, während sie mit einem sehr breiten und auch jungen Kader aufgelaufen sind. Hinzu kommt, dass die Zweitvertretung durch Ausnahmespieler der ersten Mannschaft deutlichst verstärkt worden ist. Für uns war es ein sehr ernüchternder und niederschmetternder Tag. Wir wollten erst mal tief stehen und den Gegner analysieren, haben es aber gleich in den Anfangsminuten durch drei individuelle Fehler verbockt, sodass es relativ schnell 3:0 für die Heimelf stand. Das 3:1 durch Niclas Philippi ließ zwar noch mal ein bisschen Hoffnung aufkommen, wurde dann aber relativ zügig durch das 4:1 erstickt. Wir waren nicht richtig auf dem Platz, haben jeden Zweikampf verloren und sind nur hinterhergelaufen. Tarforst hat das Spiel komplett bestimmt. Sie sind immer wieder mit sehr hohem Tempo über Außen durchgekommen. Mein Team hat die Einstellung der letzten Spiele komplett vermissen lassen, sodass das Spiel auch in dem Ergebnis verdient an Tarforst ging.“ Tarforsts Coach Alexander Becker sah einen „absolut und jederzeit verdienten Sieg seiner Mannschaft“, die sich durch den Dreier auf Rang zehn vorgearbeitet hat. „Wir haben von der ersten Sekunde an losgelegt, hatten ein sehr gutes Offensivspiel und haben viele Torchancen kreiert. Mit dem Kader wäre alles andere als ein Sieg eine herbe Enttäuschung gewesen. Die Jungs haben meine Vorgaben von Beginn an umgesetzt. Der Schlüssel waren die frühen Tore, die für zusätzliches Selbstvertrauen gesorgt haben. Ich denke, dass wir mit dem stärksten Aufgebot überhaupt in dieser Saison gespielt haben. Man hat gemerkt, mit welcher Freude und welchem Spielwitz die Jungs agiert haben.“
