Des einen Freud ist des anderen Leid. So oder so ähnlich ließe sich das finale Aufeinandertreffen der beiden abstiegsbedrohten Teams zusammenfassen.




Am Ende gab es mit Niederemmel einen großen und glücklichen Gewinner, der mit dem 1:1 gegen ein starkes Zewener Team den schlussendlichen Klassenverbleib feiern durfte. Die Moselaner schafften dabei Historisches: Denn der SVN ist erstmals in seiner Bezirksliga-Geschichte nicht direkt wieder in die Kreisliga A abgestiegen und darf ab August eine zweite Saison in der Überkreislichkeit angehen. Benedikt Vogedes hatte den SVN nach Vorarbeit von Eric Hagen mit seinem elften Saisontreffer bereits nach sechs Minuten in Front geschossen. Trotz des Plus an Ballbesitz schafften es die Gäste nicht, permanent Torgefahr auszustrahlen. Erst Erik May brachte die letzte Hoffnung der SG auf den Klassenverbleib zurück – zu spät. Der Routinier traf zwei Minuten vor dem Ende zum 1:1. Niederemmel gab sich jedoch keine Blöße mehr und zog das Remis über die Zeit. „Das Ergebnis ist gerecht, gleichwohl auch beide Mannschaften den Sieg verdient gehabt hätten. Zewen hatte mehr Ballbesitz, das war auch so gewollt, wir mehr Torchancen. Wir haben in der Kette gut verteidigt, sind aber in den letzten zehn Minuten auf der letzten Rille gelaufen. Zewen hat gedrückt, hatte aber auch keine wirklichen Hochkaräter. Wir hatten durch den Pfostenschuss von Maxi Schäfer und Thomas Dienhart, der am Torwart scheiterte, zwei dicke Möglichkeiten zum Sieg. Das Tor für Zewen ist glücklicherweise zu spät gefallen, obwohl sie mit Blasius und May noch richtig Qualität eingewechselt haben. Wir haben alle auf die Zähne gebissen und alles reingehauen, was im Tank war. Die Mannschaft hat mit Herz und Verstand gespielt. In der ersten Halbzeit haben wir noch Vollgasfußball spielen können. Es war brutal warm und wir mussten dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Dass wir die Bezirksliga gehalten haben, hatte viele Gründe. Qualität und ein relativ breiter Kader gepaart mit Mentalität und Leidenschaft waren dafür ausschlaggebend. Jetzt sind wir einfach nur glücklich und dürfen ein bisschen feiern“, stand Niederemmels Trainer Sascha Kohr die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Zewens Co-Trainer Daniel Maes war emotional angefasst. „Es ist gerade schwer, das alles in Worte zu fassen und ich bin fix und fertig. Das frühe 1:0 für Niederemmel war ein Nackenschlag für uns, der wieder aus einem individuellen Fehler resultierte. Das ist symptomatisch für die ganze Saison, dass das Momentum nicht auf unsere Seite fällt. Yannick Andreas, Vincent Augsdörfer und Jonas Witz hatten beim Toreschießen kein Glück. Jetzt steigen wir nach drei Jahren Bezirksliga ab und müssen uns neu sortieren.“

Foto: Sandra Maes