11ER: Gegen die SG Haag II hätte Ihre Mannschaft eine Vorentscheidung im Abstiegskampf herbeiführen können, unterlag aber. Wie hat Ihr Team diese Niederlage aufgenommen?
Björn Berens: Ein Sieg oder auch nur ein Punktgewinn hätten unsere Ausgangslage schon deutlich verbessert, weil wir dann mehr als nur diesen einen Sieg vor Geisfeld gestanden hätten. So bleibt es spannend und offen. Wir hatten uns natürlich etwas anderes vorgenommen. Die Spieler waren nach der Niederlage niedergeschlagen, aber auch selbstkritisch. Wir haben heute Training und werden das Spiel dabei kurz aufarbeiten. Wichtig ist, dass wir schnell die Kurve bekommen und uns auf die kommende Aufgabe gegen Geisfeld konzentrieren.
11ER: Ein Punktgewinn gegen Geisfeld würde zum sicheren Klassenerhalt genügen. Wie gehen Sie diese Partie an? Spielen Sie auf Remis und lassen Geisfeld, das siegen muss, kommen oder wollen Sie selbst auf Sieg spielen?
Berens: Wir gehen diese Partie an wie jedes andere Spiel auch und wollen nichts an Routinen oder Abläufen ändern. In unseren Heimspielen zeigten wir in den letzten Wochen – losgelöst von den Ergebnissen – gute Leistungen. Gegen Ruwertal konnten wir Punkte einfahren und haben uns dabei nicht nur eingeigelt. Das wollen wir auch gegen Geisfeld nicht tun, weil es nicht unserem fußballerischen Ansatz entspricht. Uns ist aber bewusst, dass Geisfeld kommen muss und einen Sieg benötigt. Das macht das Spiel so interessant.
11ER: Sie sprachen gerade Ihre Heimspiele an. Wie groß ist der Heimvorteil im wahrscheinlich entscheidenden Abstiegskampfduell?
Berens: Er ist schon groß. Es ist schwer festzumachen, aber in Fell fühlen wir uns einfach wohl. Vielleicht liegt es an der immer gleichen Kabine und Anlage oder daran, dass der Platz relativ klein ist. Das spielt uns gerade gegen spielstarke erste Mannschaften in die Karten, da wir die Räume leichter eng machen können und nicht zu große Distanzen zulaufen müssen. Auch die Zuschauerunterstützung ist eine andere. Es gibt viele, die vor dem Spiel der ersten Mannschaft schon zu unserem Spiel kommen. Auch unsere erste Mannschaft ist zur Unterstützung dabei. Das ist etwas anderes, als wenn wir parallel spielen und nur wenige Zuschauer dabei haben.
11ER: Beide Mannschaften sind Reserveteams und teilten sich im direkten Duell die Punkte. Was für ein Spiel ist an diesem Sonntag zu erwarten?
Berens: Im Hinspiel erzielten wir ganz spät den Ausgleich. Dennoch hatte ich an diesem Tag das Gefühl, dass wir hätten gewinnen können. Es wären dann die Punkte gewesen, die jetzt für unseren Klassenerhalt gesorgt hätten. In der jetzigen Tabellensituation lässt sich das nicht mehr so klar sagen. Es wird ein Spiel auf Messers Schneide, ein 50:50-Spiel, in dem alles passieren kann. Unsere Mannschaft hat die Qualität, Geisfeld zu schlagen. Die Leistungen von Geisfeld waren – losgelöst von den Ergebnissen – in den letzten Wochen aber beachtlich. Sie scheinen sich stabilisiert zu haben. Das schließe ich von dem, was ich von anderen Mannschaften höre. Wir sind beides zweite Mannschaften und obwohl es die Stammspielerregelung gibt, ist es nicht auszuschließen, dass Spieler, die nicht unter diese Regel fallen, zur Verstärkung abgestellt werden. Wie eingangs gesagt: Es wird ein Spiel auf Augenhöhe.
11ER: Wie wird Ihre Mannschaft am Wochenende aufgestellt sein?
Berens: Abseits unserer Langzeitverletzten wie Niklas Rosch, unserem wichtigen Sechser, und mir können wir aus dem Vollen schöpfen. Auch die A-Jugend könnte uns aushelfen. In der letzten Woche standen wieder drei A-Jugend-Spieler in der Startelf. Sie sind mehr als nur Unterstützung und eine klare Verstärkung für uns. Personell werden wir also gut aufgestellt sein und in der Lage sein, den nötigen Punkt einzufahren.
