11ER: Ihre Mannschaft hat das wichtige Spiel beim VfL Trier mit 2:1 gewonnen. Zuletzt gab es drei Siege und nur eine Niederlage. Worauf führen Sie in erster Linie die jüngsten Erfolge zurück?

Alexander Becker: Das sind in der Tat sehr starke Resultate. Die guten Trainingsleistungen spiegeln sich in den Ergebnissen wider. Da die Personallage deutlich besser ist als noch vor der Winterpause, ist auch die Trainingsbeteiligung und letztlich die Trainingsintensität nach oben gegangen. Drei Spieltage vor Schluss haben wir genauso viele Punkte wie in der gesamten Hinrunde – nämlich 14 Zähler. Wir sind auf einem guten Weg. Viele Verletzte, die wir zuvor zu beklagen hatten, sind zurück. Jason Lienou ist aus dem Studium wieder dabei. Defensiv sind wir deutlich stabiler geworden. Das betrifft vor allem die Arbeit gegen den Ball. Da sind wir aktiver unterwegs. Aber hauptausschlaggebend ist, dass wir die Trainingsqualität und die damit verbundenen Trainingsleistungen verbessert haben.

11ER: Sie haben das Heimspiel gegen die FSG Ehrang/Pfalzel, die trotz guter Leistungen wieder auf den letzten Tabellenrang zurückgefallen ist. Auf was kommt es gegen Ehrang explizit an?

Becker: Gegen Ehrang haben wir bereits dreimal in den letzten anderthalb Jahren gespielt. Alle Spiele sind remis ausgegangen, inklusive der Spiele in der B-Liga. Ehrang hat eine hohe fußballerische Qualität in der Offensive und viel Kreativität im Mittelfeld. Sie werden um jeden Preis fighten. Ziel ist, den Abstand auf neun Punkte zu vergrößern, falls wir das Derby gewinnen. Auch hier wird es entscheidend sein, wie gut wir gegen den Ball arbeiten. In der Rückwärtsbewegung müssen wir bei Ballverlusten oder eigenen Abschlüssen wieder schnell hinter den Ball kommen.

11ER: Bei einem weiteren Sieg ist der Klassenerhalt fix?

Becker: Fix wäre er noch nicht, wenn Niederkell in Schillingen gewinnt. Doch er wäre ziemlich sicher, dass es dann reicht. Unser Anspruch muss sein, alle drei Spiele noch zu gewinnen.

11ER: Welche Erinnerungen gibt es an das Hinspiel?

Becker: Das war sehr hitzig und wir waren lange Zeit die bessere Mannschaft. Mit der ersten Aktion sind wir in der sechsten Minute in Rückstand geraten, hatten in den letzten zehn Minuten Glück, nicht noch das 3:2 zu kassieren. Wir möchten uns aber im Heimspiel schon auch durchsetzen.

11ER: Welche Stärken bringt Aaron Baltes mit? Er war ja einer der Matchwinner beim VfL.

Becker: Aaron ist körperlich sehr präsent, spult eine Unmenge an Metern ab und arbeitet sehr viel mit und gegen den Ball. Zudem macht Aaron die Bälle überragend fest, sollte die Bälle im Mittelfeld aber noch besser verteilen. Die Mannschaft braucht ihn dringend. Denn er ist sowohl im Sturm als auch im zentralen Mittelfeld einsetzbar.

11ER: Sie wechseln nach der Saison zur SG Franzenheim. Wen nehmen Sie als Trainerkollegen mit und wer wird Ihr Nachfolger in Tarforst?

Becker: Ja, ich habe die Mannschaft schon vor einigen Wochen darüber informiert, dass ich als Trainer nach Franzenheim gehe – sehr wahrscheinlich in die A-Liga. Nachdem Michael Hassani auch von seinen Aufgaben als mitspielender Co-Trainer entbunden wurde, musste ich einen zweiten Mann suchen. Mit Daniel Lörscher sind wir jetzt auch fündig geworden. Ich kenne Daniel seit vielen Jahren aus der gemeinsamen Zeit beim SV Trier-Irsch. Mein Nachfolger in Tarforst wird dann Markus Schwind, der aus der A-Jugend aufrückt. Dem möchte ich natürlich eine A-Liga-Mannschaft übergeben.