Wenn am Sonntag in Fell die SG Kenn und der FSV Trier-Tarforst II aufeinandertreffen, ist Hochspannung, vielleicht auch Nervenkitzel angesagt. Zwar sind beide Mannschaften rein rechnerisch noch nicht gesichert, doch die Ausgangslage versprüht Zuversicht und Optimismus.
Während die Tarforster mit aktuell drei Siegen am Stück und 31 Punkten faktisch schon fast gerettet sind und nur noch einen Zähler benötigen, um auch in der nächsten Saison in der A-Liga zu spielen, brauchen die Moselaner noch einen Sieg, um sicher durch zu sein. Zum Ende seines Engagements bei den Vereinigten aus Kenn, Fell, Riol und Longuich möchte Trainer Andreas Schneider nochmals nachlegen und die fehlenden Punkte einfahren. Damit gelänge dem 36-jährigen Coach das Kunststück, die SG zum zweiten Mal in Folge vor dem Abstieg zu bewahren. Eine Idee, wie man den Tarforster Riegel knacken kann, hat Schneider ebenfalls. „Entscheidend wird sein, dass wir erneut an unsere Leistungsgrenze gehen. Wir müssen defensiv kompakt und stabil stehen. Offensiv haben wir grundsätzlich immer die Qualität, ein Tor zu erzielen.“ Den Gegner kennt der Coach gut. „Tarforst verfügt über gut ausgebildete Spieler und hat eine ausgewogene Mischung aus jungen und erfahrenen Akteuren. Sie haben in den letzten Wochen konstant gepunktet und werden mit entsprechendem Selbstvertrauen auftreten. Wir stellen uns auf ein intensives Spiel ein“, so Schneider. Personell sieht es ebenfalls gut aus. Der komplette Kader sollte zur Verfügung stehen. Lediglich hinter dem Einsatz des angeschlagenen Julian Weber steht noch ein Fragezeichen.
Mit drei Siegen in Folge unterstrich die zweite Mannschaft des künftigen Rheinlandligisten FSV Tarforst seinen positiven Lauf. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn die Höhenstädter den Ligaverbleib nicht schaffen würden. Beide noch ausstehenden Spiele müssten verloren gehen und die SG Niederkell sowie die SG Kanzem müssten beide Spiele noch gewinnen, um auf die gleiche Punktzahl von 31 Zählern zu kommen. Soweit möchte es Trainer Alexander Becker erst gar nicht kommen lassen. „Kenn muss gewinnen und hat den deutlich höheren Druck. Das könnte uns in die Karten spielen. Wir wollen die Räume, die wir bekommen, konsequent bespielen und zu torgefährlichen Aktionen nutzen, die dann bestenfalls auch zu Toren führen. Es geht um die läuferische Komponente, ob wir bereit sind, aktiv mit und gegen den Ball zu arbeiten.“ Wie Becker einräumt, habe seine Mannschaft intensive Trainingswochen hinter sich. „Die Trainingsleistungen sowie die gesamte Trainingspräsenz sind letztlich die Ursachen für den Erfolg der vergangenen Wochen. Das spiegelt sich ganz klar in den Ergebnissen wider.“ Die drei Siege zuletzt waren alle Big Points gegen die unmittelbare Konkurrenz. Außer gegen die SG Kanzem (1:1-Remis) ging der FSV aus den Spielen gegen die Mitabstiegskandidaten SG Niederkell (7:1), VfL Trier (2:1) und FSG Ehrang/Pfalzel (2:1) stets als Sieger hervor. Die Marschroute von Becker ist bereits abgesteckt. „Auf dem für uns ungewohnten Rasenplatz in Fell müssen wir vor allem vom Kopf her da sein. Wir wollen im Umschaltspiel die Räume belaufen und das Zentrum gut besetzen, um den angestrebten Dreier zu holen.“ Auch beim FSV hat man keine Sorgen zwecks des zur Verfügung stehenden Personals. Benedikt Resch ist privat verhindert. Ansonsten kommen mit Julius Barbion und Niklas Braunshausen zwei Spieler, die gegen Ehrang gefehlt haben, wieder ins Team zurück.
Fell, Sonntag, 17.5., 14.45h
