Die Transfers des FC Bitburg

Drei Neue und einer in der Warteschleife

07. Januar 2021, 14:41 Uhr

Kai Edringer (in rot) wird nach seiner Rückkehr von Ligakonkurrent Mehring bald wieder in den Farben des FC Bitburg auflaufen. Foto: Archiv

Beim Rheinlandliga-Aufsteiger FC Bitburg haben sich in der Winterpause drei Neuzugänge ergeben. Einer davon ist ein Rückkehrer.

Bitburg. Vom A-Junioren-Regionalligateam von Eintracht Trier wechselt Leon Pandozzi nach Bitburg. Mit Yannic Meier-Prümm schloss sich ein Torwart vom Bezirksligisten SG Bettingen den Bierstädtern an und vom Ligakonkurrenten SV Mehring kehrt Kai Edringer zurück. Mit Edringer steht ein Rückkehrer vor seinem Comeback. 

Reaktionsstarker Keeper

 Mit Yannic Meier-Prümm wurde ein 25-jähriger Torwart vom Bezirksligisten SG Bettingen geholt. Meier-Prümm kam im Juli 2014 vom Eifeler B-Ligisten SV Bollendorf zum benachbarten Ligakonkurrenten SG Südeifel Ernzen/Ferschweiler. Weil er zum Leistungsträger reifte, war der Schritt zum damaligen A-Ligisten SG Bettingen/Oberweis im Sommer 2018 folgerichtig. In der Aufstiegssaison absolvierte der reaktionsschnelle Keeper zehn Einsätze für den frisch gebackenen Bezirksligisten, in der aktuellen Spielzeit jedoch tauchte der 25-Jährige nur viermal im Kader der in der Kreisliga B kickenden zweiten Vertretung der SG BOB auf. „Wo die Gründe für die wenigen Einsätze von Yannic liegen, ist nicht meine Baustelle. Wir sahen uns nach der Verletzung von Daniel Ternes zum Handeln gezwungen und wollten uns auf der Torwartposition breiter aufstellen“, begründet Bitburgs Trainer Fabian Ewertz den Wechsel. „So richtig glücklich war er wohl dort nicht mehr und hat schon länger eine neue Herausforderung gesucht.“ Ternes absolvierte bislang alle sechs Partien für den Tabellen-13. der Rheinlandliga, doch ein Bänderriss im Fuß ließ den 28-Jährigen unter starken Schmerzen die letzten drei Ligaspiele bestreiten. Meier-Prümm ist ab sofort spielberechtigt, die Modalitäten mit der SG BOB seien geklärt. „Seine Stärken liegen definitiv auf der Linie, seine Reflexe sind ausgesprochen stark. Verbessern muss er sich in der Strafraumbeherrschung sowie im Eröffnen eines schnellen Spielaufbaus“, hat Ewertz Verbesserungspotenzial erkannt.

Youngster Leon Pandozzi ist flexibel einsetzbar

Neu im Team von Fabian Ewertz ist auch Leon Pandozzi. Der 18-Jährige kommt aus dem A-Junioren-Regionalligateam von Eintracht Trier, hat seit der Saison 2016/17 (C-Jugend) alle Altersstufen beim SVE durchlaufen und ist beim FCB sofort spielberechtigt. Der Defensivspezialist kann in der Abwehr alle Positionen spielen und absolvierte in der laufenden Saison acht Spiele für Trier in der Regionalliga Südwest. Trainer Ewertz: „Ich kenne Leon seit dessen zwölften Lebensjahr sowie dessen Familie und beobachte seine Entwicklung schon lange. Zuletzt war er in Trier kein Stammspieler mehr – umso mehr freut es mich für ihn, dass er nach Bitburg kommt. Er ist in der Abwehr eine weitere Alternative und wird neuen Zug ins Team bringen.“ Pandozzi gilt als geradliniger Fußballer, als Macher und Arbeiter auf dem Platz, der vor allem von seiner Physis lebt. „Durch die gute Connection zur Eintracht war es relativ problemlos, Leon nach Bitburg zu lotsen.“ Leon ist der jüngere Bruder von Veron Pandozzi, der zurzeit beim Eifeler A-Ligisten SV Schleid spielt, aber schon im Sommer folgen könnte. Ewertz: „Dass Veron schon im Winter nach Bitburg kommt, dürfte sich zerschlagen haben, denn Schleid hat (noch) keine Freigabe erteilt. Er will natürlich jetzt liebend gerne mit seinem Bruder zusammenspielen. Ich denke, dass er dann im Sommer zu uns kommen könnte.“ Veron Pandozzi spielte bereits zwei Jahre beim FC Bitburg und schlug einen ähnlichen Weg wie sein Bruder ein. Auch der 20-Jährige war vier Jahre lang beim SVE von der C- bis in die A-Jugend eingebunden und wechselte aus Bitburg im Oktober 2019 nach Schleid. Der Sportliche Leiter der Schleider, Jens Bisenius erklärt: „Veron hat sich bereiterklärt, bis zum Saisonende weiter für uns zu spielen. Was dann kommt, ist offen.“

Kai Edringer kehrt aus Mehring zurück

Der dritte im Bunde der Winterneuzugänge ist Kai Edringer. Der ehemalige Dörbacher war erst im Sommer des vorigen Jahres nach Mehring gewechselt und folgte damit seinem ehemaligen Trainer beim SV Dörbach, Bernd Körfer. Nach dessen Rücktritt Ende Oktober trug sich der 27-Jährige mit dem Gedanken, seine Zelte in Mehring abzubrechen. „Kai wollte nach dem Rücktritt von Bernd Körfer wieder nach Bitburg zurück, weil es ihm hier am meisten Spaß gemacht hatte mit dem Kicken. Er hatte sich ja bereits in Mehring abgemeldet, doch vonseiten Mehrings ist noch keine Reaktion erfolgt. Wir wollen den Wechsel jetzt vernünftig über die Bühne bringen“, sagt Ewertz über seinen alten und neuen zentralen Mittelfeldspieler, der zuvor bereits drei Spielzeiten in Bitburg kickte. Edringer hat seine Ausbildung als Justizvollzugsbeamter erfolgreich absolviert und ist nun in der JVA Wittlich tätig. Mit Edringer hätte der FCB im zentralen Mittelfeld neben Kapitän Artuhr Schütz einen zweiten, erfahrenen Stabilisator im Team. 

Strammes Restprogramm

Mit erst sechs Partien hat der FC Bitburg die wenigsten Partien aller 18 Rheinlandligisten absolviert. Ein zeitnaher Fortgang Ende Februar hält der Bitburger Trainer für nicht realistisch. „Angesichts 28 noch zu spielender Partien ist eine Fortsetzung im kompletten Umfang wohl nicht möglich. Das halte ich für nicht stemmbar. Das bedeutet zwei Spiele pro Woche bis Saisonende.“ Man sollte laut Ewertz die „Hinrunde komplettieren und dann eine Wertung vornehmen lassen. Denn vor Ende Februar wird sich nichts tun, es läuft auf Anfang März hinaus, wenn überhaupt.“ Das bringe weitere Probleme mit sich, wie der Coach des Tabellen-13. betont. „Ein Trainingsvorlauf von zwei Wochen ist nicht realisierbar. Es wird eine Vorbereitungszeit von vier bis sechs Wochen nötig sein nach so einer langen Pause. Die Verletzungsgefahr ist einfach zu groß.“ Egal, wie es kommt, den Klassenverbleib hält der Trainer der Bierstädter in jedem Fall für möglich. „Wir haben das Potenzial und die Qualität. Es werden jedoch noch harte Wochen und Monate.“ (L.S.).  

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