Auch nach zehn Spieltagen regiert das Führungsduo aus Ellscheid und Zerf die Liga. Die Vulkaneifeler demonstrierten ihre gewachsene Leistungsstärke und überzeugten mit einer grandiosen Vorstellung auch in Auw. Auch Zerf wurde seiner Favoritenrolle beim 4:1 gegen Neumagen gerecht und lauert punktgleich auf Rang zwei. Neue dritte Kraft der Liga ist der FC Bitburg, der nach 0:2-Rückstand mit Tempo, Fortune und unglaublicher Offensivqualität gegen Konz den Turbo zündete und noch 5:2 gewann. Rascheid etabliert sich mit einem 5:2 gegen Kröv in der Führungsetage und in Osburg leuchten nach dem ersten Saisonsieg gegen Buchholz wieder die Funken der Hoffnung.

SG Wallenborn – SG Ruwertal
0:3 (0:2)
Gegen abgeklärte und spielerisch robuste Ruwertaler reichte es für Wallenborn trotz der Startelf-Einsätze von Benny Duckart und Benny Blank nicht zu Zählbarem. „Bei uns ist zurzeit der Wurm drin, uns fehlt die Durchschlagskraft nach vorn“, machte Wallenborns Coach Stephan Zimmer seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf. Da half auch nicht die Einwechslung des schmerzlich vermissten Stürmers Sebastian Zimmer, der in der 52. Minute für den glücklosen Peter Esch in die Partie kam. „Klar, dass Sebastian nach der langen Verletzung noch nicht bei 100 Prozent ist“, bemerkte Vater Stephan Zimmer. Weil Ruwertal direkt im Spiel war und wacher agierte, war es kein Wunder, dass es nach 17 gespielten Minuten bereits 0:2 stand. Beide Ruwertaler Treffer waren das Resultat schneller und gut herausgespielter Kombinationen. So behielten Fabian Regel (13.) und Daniel Lentes in Eins-gegen-Eins-Situationen vor Wallenborns Keeper Johannes Duckart die Nerven und schoben die Bälle cool in die Ecken. Wallenborn war in der Folge zwar bemüht, doch die Gäste standen hinten sicher und verschoben gut in den Räumen. Das dritte Gästetor fiel nach reichlich einer Stunde, als ein Tempogegenstoß bei Martin Flesch landete und der Zehner mit einem Querpass den mitgelaufenen Lentes bediente und dieser unbedrängt einschieben durfte – 0:3 (62.). Die Schlussphase gestaltete sich dann hektisch, es kam zu vielen unschönen Zweikämpfen. Weil sich Patrick Hunz und Pascal Haak mit dem Schiedsrichter anlegten und einige Entscheidungen persönlich kommentierten, sahen beide Wallenborner zu allem Überfluss die Gelb-Rote Karte. „Wir haben defensiv gut gestanden, eine effektive Chancenverwertung gezeigt und als Mannschaft funktioniert. Der Sieg ist verdient“, sprach Kapitän Karsten Willems von einem überzeugenden Auftritt in der Eifel.

SG Schneifel Auw – SG Ellscheid
1:5 (1:2)
Einen weiteren Gala-Auftritt legte Spitzenreiter Ellscheid in der hohen Eifel auf den Rasen. Mit einem überragenden Stürmer Marco Michels, der allein vier Treffer beisteuerte, und einem bärenstarken Sechser Marcel Riemann zogen die Gäste dem Tabellenfünften den Zahn. Mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten ebneten Marco Michels mit einem Schuss aus spitzem Winkel und Markus Boos nach toller Einzelleistung mit zwei Buden den Weg zum späteren Sieg. Doch vor dem 0:2 besaßen die Hausherren in ihrer besten Phase gute Möglichkeiten. Der schnelle Tim Baur hätte bei mehr Konsequenz die Auwer Führung ebenso erzielen können wie Christoph Fuhrt, der allerdings aus abseitsverdächtiger Position neben das Tor zielte. „Ab der 18. Minute bauten wir deutlich mehr Druck auf und haben entsprechende Entlastungsangriffe gefahren“, sah Ellscheids Trainer Niklas Wagner das Fundament für die folgenden, frühen Tore. Auws Sportlicher Leiter Sebastian Mörs sprach von guten ersten 20 Minuten, doch „danach haben wir den Faden komplett verloren, dem Gegner zu viele Räume gelassen und ihm durch individuelle Fehler zu Torchancen verholfen“. Doch noch vor der Pause erhielt Baur mit seinem Anschlusstreffer nach einem Fehler in der Ellscheider Abwehr die Hoffnungen der Auwer auf ein respektables Ergebnis. Doch unmittelbar nach Wiederbeginn sorgte Michels mit dem 3:1 für klare Verhältnisse. „Die Hoffnungen auf ein mögliches 2:2 wurden durch Michels schnell beendet“, befand Mörs. Nach dem 3:1 wirkte Ellscheid sehr dominant, agierte mit deutlich mehr Ballbesitz und war auch defensiv gut sortiert. So nutzten die Gäste aus der Vulkaneifel ihre Freiräume gnadenlos aus und legten durch zwei weitere Tore von Michels den Deckel endgültig drauf. Michels freute sich über einen lupenreinen Hattrick in der zweiten Halbzeit. „Leider hatte keiner unserer Spieler an diesem Tag Normalforn gegen eine sehr spielstarke Ellscheider Mannschaft“, sagte Mörs später. Niklas Wagner, Coach des Tabellenführers, war indes hochzufrieden. „Das 5:1 ist auch dem Spielverlauf gerecht geworden. Wir haben als Mannschaft funktioniert, insgesamt mehr Chancen gehabt und die Tore zur richtigen Zeit gemacht. Es freut mich umso mehr, dass vier der fünf Tore richtig gut herausgespielt waren.“
DJK St. Matthias – TuS Schweich
1:2 (0:0)
Stark formverbessert präsentierte sich die DJK bei ihrem Heimauftritt gegen ein spielstarkes Schweich. Doch am Ende reichte es für die Elf von Spielertrainer Bastian Hennen wieder nicht zu einem Punkt, geschweige denn für einen Sieg. „Schweich hatte die bessere Spielanlage“, erkannte DJK-Coach Bastian Hennen. „Bis zum 0:1 haben wir richtig gut Fußball gespielt, aber die Tore nicht gemacht. Fünf Hochkaräter habe ich allein in der ersten Halbzeit gezählt, doch der Torwart von Mattheis hat auch stark gehalten“, war Mosella-Trainer Jochen Weber nur mit dem Ergebnis in der ersten Halbzeit nicht zufrieden. Mit der ersten echten Torchance ging Mattheis durch Patrick Dres in Führung (46.). „Wenn wir danach 15 Minuten schadlos überstanden hätten, wäre vielleicht ein Punkt drin gewesen“, meinte Hennen nach dem Führungstor. Für Jochen Weber war diese Phase ganz entscheidend. „Ich war dann froh, dass es uns gelungen ist, ruhig zu bleiben und unser Spiel weiterzuspielen.“ So fiel nach der zweiten großen Schweicher Druckperiode nach 65 Minuten das 1:1. Pechvogel Bastian Hennen: „Wir müssen den Ball schon von außen klären. So kommt dieser mit voller Wucht in den Sechzehner geflogen und ich schlage den Ball mit voller Wucht nicht aus der Gefahrenzone, sondern am ersten Pfosten ins eigene Tor.“ Besser hätte es ein Stürmer auch nicht machen können. Thomas Schleimer legte zehn Minuten später das 2:1 nach. „Das einzige, was ich meiner Mannschaft ankreiden muss, ist die Tatsache, dass sie es versäumt hat, das dritte Tor nachzulegen. So kommt Dres kurz vor Schluss nochmal zu einer richtig guten Chance und wir kassieren vielleicht noch den Ausgleich. Und das in einem Spiel, das wir so überzeugend bestritten haben. Wir müssen das Spiel ganz klar früher entscheiden“, kommentierte Weber. Doch im Endeffekt zähle nur das Ergebnis. Bastian Hennen haderte indes mit dem wenig durchschlagskräftigen Angriff. „Man merkt, dass wir momentan keinen richtigen Stürmer haben. Der direkte Zug zum Tor fehlt derzeit.“

TuS Ahbach – SV Dörbach
4:0 (3:0)
Während Ahbach nach der 4:5-Niederlage von Neumagen eine Reaktion zeigte und mit dem 4:0-Erfolg den Anschluss ans Mittelfeld herstellte, muss der SV Dörbach weiter zittern. Das Team von Bernd Körfer verpasste es, mit einem Dreier selbst ins Mittelfeld vorzustoßen. Die Partie begann direkt im Vollgasmodus. David Kaster nutzte eine tolle Vorarbeit von Patrick Phlepsen zum 1:0 in der neunten Minute. Vier Minuten später dezimierte sich Dörbach selbst, als Pierre Grewis den frei durchlaufenden Jan Pidde im Strafraum streckte. Dafür sah Grewis Rot, doch den fälligen Elfmeter brachte Ahbachs Spielertrainer Christian Sicken nicht am guten Gästekeeper Kevin Witz vorbei (14.). Der verschossene Elfer tat dem Tatendrang der Hausherren keinen Abbruch – Nico Clausen zirkelte einen Freistoß aus dem Halbfeld unhaltbar ins lange Eck – 2:0 (20.). „Die Rote Karte hat uns natürlich gestärkt. Doch wir waren auch so gut in den Zweikämpfen drin, die Körpersprache hat gestimmt und wir haben das 3:0 genau zur richtigen Zeit gemacht“, sagte Sicken. Denn zwei Minuten vor der Halbzeit rappelte es durch Phlepsen nach langem Ball von Pidde zum dritten Mal im Dörbacher Kasten. Zehn Minuten später sorgte Pidde nach einem vertikalen Pass von Kaster für den 4:0-Endstand. Ein Dörbacher Verteidiger begünstigte das Tor, weil er über den Ball schlug. Im zweiten Durchgang schaltete Ahbach einen Gang runter und ging kein Risiko mehr ein.

SG Thomm – SG Buchholz
4:2 (1:1)
Mit großer Moral und modifiziertem Kader schaffte es Thomm zum ersten Saisonsieg. Nico Thömmes führte den Tabellenletzten früh auf die Siegerstraße und legte bereits nach 21 Minuten das 1:0 vor. Doch Buchholz zeigte zunächst keine Schwäche und kam durch einen von Matthias Schröder verwandelten Elfmeter zum Ausgleich. Nach dem Wechsel erhöhte Thomm die Schlagzahl, zog durch Thömmes erneut in Front. Buchholz antwortete mit wütenden Angriffen, scheiterte aber wiederholt am glänzend aufgelegten Thommer Keeper Thorsten Lang. Als Lars Wagner das 3:1 markierte (80.), war die Partie entschieden. Die Treffer von Buchholz‘ Dominic Klein sowie von Daniel Becker in der Nachspielzeit hatten keinen Einfluss mehr auf den Ausgang „einer kämpferisch und läuferisch guten Partie. Wir haben hinten sehr stabil gestanden und nicht locker gelassen“, zeigte sich Thomms Coach Ingo Berens mit dem Spiel seiner Elf zufrieden.

SG Rascheid – TuS Kröv
5:2 (2:1)
Die Kröver Führung durch Felix Hieke (16.) war für Rascheid ein Wachrüttler. Denn Marvin Plunien und Jan Daniel Kempken sorgten in kurzer Folge für die Rascheider Wende. Die Hochwälder bewiesen im zweiten Abschnitt, dass sie vor eigener Kulisse nur schwer zu schlagen sind und legten durch Christian Alt per Kopfball das 3:1 nach. Zwar ließ Scott Beth mit dem Anschluss nochmals Kröver Remishoffnungen aufkommen, doch final versetzte Rechtsverteidiger Maurice Speicher mit seinen ersten beiden Toren für Rascheid den Moselanern endgültig den K.o.-Schlag.

SG Hochwald -SG Neumagen
4:1 (1:1)
Neumagen begann stark und ging durch Jan Weber verdient in Führung. In der Folge durfte sich Zerf bei seinem Schlussmann Heiko Witt bedanken, der mit tollen Rettungstaten brillierte. Mit der ersten Torchance führte Jens Bausmeister die Hausherren zum Ausgleich. Im zweiten Durchgang war Zerf zwingend und legte mit einer nahezu optimalen Chancenausbeute drei Tore nach. Johannes Carl, Benny Haas und Dominic Fisch trafen final zum 4:1.