Nach drei Siegen in Folge wähnte sich der SV Konz auch in Trier-Feyen lange Zeit auf der Siegerstraße. Am Ende gab es jedoch die kalte Dusche, denn die DJK St. Matthias Trier II drehte die Partie in der Schlussphase.

Drei Siege in Folge verbuchte der SV Konz zuletzt und das neu gewonnene Selbstbewusstsein war auch auf dem Kunstrasen in Trier-Feyen zu spüren. Die Gäste begannen dominant, trafen in der dritten Minute durch Cédric Weber zur Führung und ließen in der elften Minute das 2:0 durch Luan Latifi folgen. Als Dritan Latifi in der 35. Minute das 3:0 nachlegte, schien die Partie bereits entschieden. Die Matthias-Reserve gab sich aber noch nicht geschlagen und verkürzte durch Marius Kochann, der dem SVK-Schlussmann den Ball stibitzte, zum 1:3-Pausenstand (42.).

Im zweiten Durchgang zeigten die Hausherren ein anderes Gesicht, standen hinten besser und drängten auf weitere Tore. Nico Hennen traf sehenswert zum 2:3 (63.), doch im Anschluss folgten Rückschläge: Zunächst parierte Konz-Keeper Alexander Leonhard einen Elfmeter, dann sah Hussein Berjawi die Gelb-Rote (76.). Aber auch in Unterzahl war die Partie noch nicht entschieden. Matthias glaubte weiter an den Punktgewinn und wurde in den Schlussminuten belohnt, als Hussein Mohssen (81., 88.) nach Standards doppelt zum 4:3-Endstand traf.

Für Konz-Trainer David Kwast eine Niederlage, die nicht zu erklären war: „Wir spielten die ersten 25 Minuten einen wunderbaren Fußball, bauten das Spiel von hinten auf und hatten Matthias bis dahin schon ausgezogen. Wie es im Fußball so ist, schoss Matthias vor der Pause noch das 1:3 und bekam dann Rückenwind. In den zweiten 45 Minuten schafften wir es dann kein einziges Mal, unser Spiel richtig aufzuziehen. Wir sind von uns selbst enttäuscht und müssen aufarbeiten, was falsch gelaufen ist. Noch kann ich es mir selbst nicht erklären. Es war, als hätten wir von jetzt auf gleich vergessen, wie man Fußball spielt.“

Für die Matthias-Reserve und Trainer Sebastian Wahlen war es nach drei sieglosen Spielen endlich wieder ein Erfolgserlebnis: „Wir wollten defensiv wieder gut stehen, was uns aber aufgrund der Offensivqualität der Konzer in der ersten Viertelstunde gar nicht gelungen ist. Da spielten sie uns hin und her und führten verdient mit 2:0. Wir entschlossen uns deshalb, sie früher zu attackieren, was sich als der bessere Spielplan herausstellte. Wir hatten in der zweiten Halbzeit das Gefühl, dass wir zu Chancen kommen und Konz Probleme hat, wenn wir früh anlaufen. Wir verkürzten auf 2:3 und blieben trotz der Gelb-Roten Karte dran. Zwei Eckbälle sorgten dann noch für den Sieg.“

Foto: Alfred Weinandy