Ende gut, alles gut in Trier-Heiligkreuz. Der VfL holte den nötigen einen Zähler in Pluwig, um sich final zu retten.
Schon ein einziger Sieg des Schlusstrios hätte den Abstieg des VfL bedeutet. Die Partie hatte es durchaus in sich: Nach einem Eckball von Simon Bleser hatte Pluwigs Christian Fox den Ball ins eigene Tor befördert – 0:1 (26.). Da DJK-Trainer Uwe Wess einen 19 Mann starken Kader zur Verfügung hatte, wurde bereits nach einer halben Stunde durchgewechselt. Nach Foul an Marcel Kohl blieb Jan Becker anschließend vom Elfmeterpunkt cool und traf zum 1:1-Ausgleich (50.). Neun Minuten später der Rückschlag für die DJK: In einer starken Phase wurden die Hausherren eiskalt erwischt, als Jarolin Wozniak aus der Drehung zur erneuten Führung für den VfL traf (59.). Eine Viertelstunde vor Schluss egalisierte Pluwig erneut, als Kohl eine Flanke von Artur Krapp per Kopf zum 2:2-Endstand in die Maschen setzte. Uwe Wess wurde anschließend, wie sein Co-Trainer Christopher Monzel auch, feierlich verabschiedet. „Der VfL hatte sich den Punkt verdient. Wir mussten zweimal zurückkommen, doch zum Siegtor hat die Zeit dann nicht mehr gereicht. Schade, dass wir das Saisonziel, Platz fünf, verfehlt haben. Doch unsere Serie zum Schluss hat gehalten. Es war toll, wie die Jungs mitgezogen und hinter unseren Entscheidungen gestanden haben“, zog Wess dennoch eine positive Gesamtbilanz. Der 51-Jährige verabschiedet sich jetzt erst mal in den Portugal-Urlaub und überlässt ab Juli seinem Nachfolger Tobias Spruck das Zepter. VfL-Interimstrainer Michael Fleck war erleichtert und glücklich zugleich, dass seine Drei-Wochen-Mission beim VfL Trier von einem erfolgreichen Abschluss mit dem Klassenverbleib gekrönt wurde. „Wir haben in der zweiten Halbzeit ständig geguckt, wie es auf den anderen Plätzen stand. Beim Stand von 2:2 wollten wir das Spiel unbedingt gewinnen. Es war oberspannend. Unterm Strich ist das Ergebnis verdient, da Pluwig uns alles abverlangt hat. Ich bin megafroh, dass wir es geschafft haben. Es sind uns mehrere Steine vom Herzen gefallen. Es ist verdammt wichtig, dass die erste Mannschaft die Klasse gehalten hat. Es war ein grandioser Abschluss und ein perfekter Tag für uns.“ Wie Fleck durchblicken ließ, habe die Mannschaft noch bis tief in die Nacht in Heiligkreuz mit einem Grillfest und vielen Kaltgetränken den Ligaverbleib gebührend gefeiert. „Es waren drei intensive Wochen, in denen vieles zusammengewachsen ist“, stellte Fleck ganz nüchtern fest.
