11ER: Wie schätzen Sie in Ihrer Funktion als Sportlicher Leiter der SG die Entwicklung nach der Winterpause ein? Wurden die internen Vorgaben erreicht? Wenn nicht, warum nicht?

Philip Kramp: Grundsätzlich sind wir mit dem Start in die Rückrunde zufrieden. Bis auf das Spiel gegen Ahbach haben wir alles gewonnen und stehen auf einem soliden fünften Platz. Interne Vorgaben gab es in diesem Sinne eigentlich nicht. Nach wie vor lautet die Marschroute, die Mannschaft zu verjüngen und diese jungen Spieler zu neuen Führungsspielern zu machen. Da haben wir in den letzten beiden Jahren mit Peter Schuh genau den richtigen Coach am Start.

11ER: Die SG Saartal ist mit 67 erzielten Toren bestes Offensivteam der Liga. Was machen Sie an dieser Tatsache fest?

Kramp: Dass uns stets viele Tore gelingen, ist nach den Analysen der vergangenen Jahre wohl kein Geheimnis mehr. Unsere Offensive war schon immer unser Aushängeschild. Das dies alleine an meinem Bruder Lukas liegt, wurde in der Hinrunde widerlegt. Er war die meisten Spiele verletzt und nicht einsatzbereit. Trotzdem haben wir wieder unsere Tore geschossen. Hier kann man vor allem Dominik Lorth hervorheben, der trotz seiner mittlerweile 30 Jahre von Jahr zu Jahr immer besser wird.

11ER: Es sind noch neun Spiele zu absolvieren. Welches Ziel ist noch zu erreichen und auch realistisch?

Kramp: Bis zur Spitze ist der Abstand leider etwas groß geworden, besonders die beiden vergangenen Spiele vor der Winterpause haben weh getan. Ein richtiges Ziel wurde nicht formuliert, jedoch wäre es hilfreich, die Saison mit weiteren Siegen abzuschließen und am Ende einen Platz unter den Top fünf zu erreichen. Wir wünschen uns sehr, dass sich keine weiteren Spieler verletzten, und wir mit dem aktuell recht breiten Kader weiterarbeiten können.

11ER: Wie gut haben die jungen Spieler eingeschlagen in dieser Saison und wo besteht eventuell noch Nachholbedarf?

Kramp: Die jungen Spieler machen ihre Sache nach wir vor sehr gut und man kann von Spiel zu Spiel sehen, dass die Jungs mehr Sicherheit ausstrahlen. Auf diese Entwicklung sind wir besonders stolz und hoffen, dass dies so weitergeht und die Jungs intensiv am Ball bleiben.

11ER: Können Sie ein paar Worte zu der Entwicklung der Sponsoren sagenß Wie viele Sponsoren etwa gibt es, ist die Entwicklung rückläufig oder eher positiv?

Kramp: Wir konnten in dieser Saison viele neue Sponsoren dazu gewinnen. Eine genaue Zahl habe ich nicht im Kopf. Es sind etwa sieben oder acht. Das ist sehr erfreulich. Hier muss ich auch den Kollegen vom Vorstand danken, die alle fleißig am Akquirieren sind. Auch in unserem „Club 100“ haben wir einen neuen Rekord aufstellen können – dieses Jahr haben sich rund 170 Zuschauer einen 100er Karte gekauft.

11ER: Wie sehen die Planungen für die neue Saison aus? Gibt es Änderungen im Trainer- und Betreuerteam?

Kramp: Wir haben in der Winterpause mit Peter Schuh gesprochen und konnten ihn davon überzeugen, noch ein weiteres Jahr dranzuhängen. Auch Christoph Anton bleibt in seiner aktuellen Rolle als Co-Trainer dabei. Darüber sind wir von Vorstandsseite und auch die Spieler sehr froh.

11ER: Mit welchen Talenten wird Peter Schuh die nächste Saison in Angriff nehmen?

Kramp: Mit Elias Rütjes und Lennard Wagner haben wir schon zwei neue Kernspieler dazu gewinnen können. Elias als Innenverteidiger und Lennard im Zentrum. Beide entwickeln sich prächtig und sollen für die kommenden Jahre mehr und mehr zu Führungsspielern werden. Aber auch die anderen Jungs entwickeln sich super und bekommen viel Spielzeit.

11ER: Gibt es bereits Abgänge oder Neuzugänge?

Kramp: Nach den Spielergesprächen in der Winterpause wollen alle Spieler am Start bleiben. Das ist sehr erfreulich und spricht für ein gutes Klima in der SG. Neuzugänge gibt es bislang keine.

11ER: Welche Vorzüge hat Julius Seibt als Torwart?

Kramp: Julius ist für sein Alter mit 21 Jahren schon sehr weit. Vor allem auf der Linie und im Eins- gegen-Eins ist er schwer zu überwinden. Wir sind froh, einen so jungen Torwart im Team zu haben und auch darüber, dass er auch für die nächste Saison zugesagt hat.

11ER: Welche Stärken bringt Nico Kruppert mit?

Kramp: Nico spielt schon ewig in der SG und kennt alle Spieler sehr gut. Er weiß genau, wie seine Mitspieler ticken und erkennt Laufwege sehr schnell. Dadurch hat er im Kurzpassspiel Vorteile und kann Bälle gut in die Räume klatschen lassen. Er hat lange Zeit in der zweiten Mannschaft gespielt und gewöhnt sich mehr und mehr an die höhere Klasse. Die neun Tore sprechen für ihn.

11ER: Ihre Mannschaft gastiert am Sonntag beim Spitzenreiter in Trier. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Kramp: Eintracht Trier II steht völlig zurecht auf dem ersten Platz der Tabelle und wird eine harte Nuss für uns. Die Mischung aus erfahrenen Spielern und frischen Jugendlichen macht sie sehr facettenreich. Aber auch Sie sind nicht unschlagbar. Wir werden deshalb alles tun, ihnen gegebenenfalls zwei oder sogar drei Punkte abzuluchsen.