Wenn am Sonntag ab 15.30 Uhr das Derby zwischen der SG Serrig und der SG Kanzem am Saarburger Kammerforst steigt, ist Hochspannung angesagt.

Aufsteiger Kanzem ist frech und frisch in ihre Premierensaison in der A-Liga gestartet und gastiert mit breiter Brust beim Vorjahresaufsteiger. Die Vereinigten aus Kanzem, Wawern und Ayl kommen als Überraschungstabellendritter, während die Serrig-Saarburger nach zuletzt unterschiedlichen Resultaten auf Rang vier notiert sind. So gesehen ist das Spiel nicht nur ein heißes und prestigeträchtiges Derby, sondern auch eine Partie zweier Tabellennachbarn. Serrigs Trainer Sebastian Lorenz erwartet ein Spiel mit vielen Zuschauern. „Saarburg und Ayl trennen drei Kilometer, viel mehr Derby geht also nicht. In Testspielen haben wir einige Male gegen Kanzem gespielt. Ich erwarte ein Derby, das von hoher Intensität und vielen Zweikämpfen geprägt sein wird.“ Dem Gegner begegnet Lorenz mit jeder Menge Respekt. „Sie sind in den letzten zwei Jahren zweimal aufgestiegen und haben qualitativ, aber auch quantitativ zugelegt. Das allein sagt schon alles. Sie machen in Kanzem, Wawern und Ayl eine gute Arbeit. Sie haben auf den zentralen Positionen gute Leute und vorne steht Carsten Vogel als Knipser bereit. Sie haben die Euphorie des Aufstieges mitgenommen und stehen zu Recht da, wo sie jetzt stehen – auf dem dritten Platz.“ Welche Dinge möchte der Serriger Coach von seiner Mannschaft sehen, um das Derby für sich zu entscheiden? Dieser nennt verschiedene Aspekte. „Wir müssen immer die Basics in den Vordergrund stellen. Wenn du nur 90 Prozent auf den Platz wirfst, dann wird das in den allermeisten Fällen nicht reichen. Dann verlierst du die Spiele. Deshalb wollen wir von der ersten Minute an voll da sein und auch einen fußballerischen Ansatz finden.“ Personell sieht es ganz gut aus, wie Lorenz durchblicken lässt. Jonas Vogl ist im Urlaub, Lukas Östlund studienbedingt in Mainz gebunden und Dominik Schwarz ist nach einer Kreuzbandfraktur auch keine Option. „Dominik hadert ein bisschen mit dem Kunstrasen wegen der Verletzungsgefahr“, erklärt der Serriger Trainer. Fraglich ist Simon Ollinger wegen eines privaten Termins. Felix Fuhs kehrt aus dem Urlaub zurück und stellt wieder eine Option für die Startelf dar. Haargenau die gleiche Punktzahl hat auch Aufsteiger SG Kanzem auf seinem Konto. Im Derby möchte sich Trainer Ralf Reger nur ungern in die Karten schauen lasen, verrät aber so viel: „Wir müssen 100 Prozent auf den Platz bringen und versuchen, unser Spiel durchzuziehen. Wir möchten effektiv gegen den Ball arbeiten, sie auch unter Druck setzen und früh anlaufen, aber nicht zu früh.“ Reger sieht es als mitentscheidend an, wer die bessere Tagesform mitbringt. „Nach Ballgewinn schnell umzuschalten ist ein Mittel. Und vorne haben wir mit Carsten und Tim Vogel, die derzeit eine starke Form zeigen, treffsichere Stürmer im Team.“ Nach abgesessener Rot-Sperre ist Tino Wischnewski wieder spielberechtigt. Und auch Keeper Hrdlicka ist nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel in Tarforst wieder frei. Außer Florian Baack, der an einer Knieverletzung laboriert, sind alle Spieler an Bord.

Saarburg, Sonntag, 14.9., 15.30h  

Foto: Archiv/Sandra Maes