11ER: Ihre Mannschaft hat mit einem 7:0-Heimsieg gegen den SV Föhren die vorzeitige Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga klargemacht. Was ging auf der Meisterfeier ab?

Ahmed Boussi: Ich bin ja nicht mehr so ein Feierbiest wie früher, doch wir alle haben die Feier schon sehr genossen, weil sie auch gar nicht geplant war. Es gab Grillspezialitäten, Musik und Freibier für alle. Der ganze Tag war rundum perfekt, wir haben ausgiebig gefiert. Doch die Feierei hat noch kein Ende. Es ist geplant, nach dem Pokalfinale am 30. Mai ein Abschlussfest hier in Feyen zu organisieren mit DJ, Livemusik und einem Festessen.

11ER: Welche Bedeutung hat der Aufstieg in die Bezirksliga für den Verein?

Boussi: Der hat eine Riesenbedeutung, weil wir neun Jahre lang auch gelitten haben nach dem letzten Abstieg aus der Bezirksliga nach der Saison 2016/17. Die Mannschaft war ja auch 2019 aus der A-Liga abgestiegen und hat im ersten Jahr B-Klasse gegen den erneuten Abstieg gespielt. Wir haben als Verein viele Höhen und Tiefen durchlebt. Markus Thees und Michael Blau haben die Mannschaft wieder stabilisiert und wieder in den Spitzenbereich der B-Liga geführt. Von meinem ersten Jahr hier in Mattheis habe ich mein gesamtes Herzblut eingebracht und den Verein wieder zum Aufstieg in die A-Liga geführt. Wichtige Transfers waren damals die von Philippe Gericke und Dreni Mehani. Für mich sind es jetzt zwei Meisterschaften und der Einzug ins Pokalfinale. Das alles macht mich unglaublich stolz.

11ER: Was sind die Schlüssel-Argumente für diesen Aufstieg?

Boussi: Wir sind in 2026 bis jetzt ungeschlagen geblieben und haben auch die engen Spiele hinten raus gewinnen können. Im Vorjahr waren das alles noch Unentschieden gewesen. Wir haben viel und gut verteidigt in den jeweiligen Schlussphasen, aber auch entscheidende Tore erzielt. In der Rückrunde ist das Team noch einmal zusammengewachsen und hat fortan mit einer riesigen Einstellung agiert. Wir haben uns selbst daran erinnert, was passiert, wenn wir nicht in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen und Punkte dadurch weggeben. So waren wir in den Partien gegen Schillingen (2:2), Saarburg (2:3) und Föhren (2:3) nicht auf den Punkt da und haben nicht das abgerufen, was wir eigentlich können. In 2026 haben wir alle neun Spiele gewonnen, vier davon zu Null. Weil wir von Sieg zu Sieg geeilt sind, hat sich auch das Selbstbewusstsein gesteigert. Ganz entscheidend war das Athletikprogramm, das wir in der Winterpause durchgezogen haben. Wir haben freitags richtig geschwitzt jede Woche, um eine gute Physis zu bekommen. Ausschlaggebend war auch, dass wir im ersten Spiel nach der Winterpause in Pluwig mit einem 6:1 überzeugt und einen super Start hingelegt haben.

11ER: Jetzt geht’s nach Irsch zum größten Konkurrenten in diesem Jahr. Die sind auch verdient Vizemeister geworden und haben die Möglichkeit, euch in die Bezirksliga zu folgen, wenn sie in der Relegation erfolgreich sind. Wie schätzen Sie den SV Trier-Irsch ein?

Boussi: Erstmal Glückwunsch an Irsch, die eine super Saison gespielt haben trotz des Ausfalls von Sebastian Szimayer als Leader und Torjäger vom Dienst. Den zweiten Platz haben sie sich absolut verdient. Ich sehe sie in der Relegation auch als klaren Favoriten. Sie haben einen idealen Mix aus Erfahrung und jungen Wilden.

11ER: Ihre Mannschaft steht am 30. Mai gegen die SG Weintal auch im Pokalfinale des Kreises Trier/Saarburg. Möchten Sie noch einmal ein paar Dinge testen in Irsch?

Boussi: Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe am Sonntag und einen knappen Ausgang. Ich bin kein Fan von Experimenten. So werden wir das Spiel genauso angehen wie sonst auch und mit der Prämisse in die Partie gehen, die bestmögliche Mannschaft aufzustellen. Experimente gehören in die Vorbereitungsphase.