Der designierte Vizemeister aus Schweich musste in Schleid 98 Minuten hart arbeiten, ehe der glückliche, aber insgesamt nicht unverdiente 2:1-Sieg feststand.
Denn der SV Schleid bot dem Tabellenzweiten aus Schweich über die gesamte Spielzeit einen großen Kampf und zeigte einen leidenschaftlichen Auftritt, stand am Ende aber wieder mit leeren Händen da. Die Schweicher Führung durch das 26. Saisontor von Stephan Schleimer egalisierte der SVS elf Minuten später, als Elmedin Shabani nach Vorlage von Salvatore Mule im zweiten Versuch erfolgreich war – 1:1 (13.). Schon einen Moment zuvor hatte Jannick Kawik das 1:1 auf dem Fuß, scheiterte aber. Als vieles schon auf ein Remis hindeutete, überschlugen sich die Ereignisse in der Schlussphase. Schleids Marius Hugo sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte (84.) und Nico Schäfer sorgte in der vierten Minute der Nachspielzeit für den späten Schweicher Sieg. Anschließend flog auch noch Schleids Fynn Raskob wegen groben Foulspiel mit Rot vom Platz. „Es war der erwartet heiße Fight mit einer komplett ausgeglichenen ersten Halbzeit. Danach haben wir die Taktung erhöht, kamen zu etlichen Torchancen, mussten aber vor Schleider Kontern auf der Hut sein. Der Sieg ist glücklich hinten raus, aber auch verdient. Platz zwei ist jetzt endlich fix“, frohlockte Mosella-Trainer Thomas Schleimer. Schleids Spielertrainer Taner Weins meinte: „Das ist ein brutaler Niederschlag, den du erst mal verdauen musst. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt.“ Weins sprach im Nachhinein von „dummen Platzverweisen, die uns wieder zusätzlich schwächen vor dem Hintergrund des nächsten schweren Spiels in Lüxem“. In der ersten Halbzeit besaßen die Grün-Weißen nach Angaben des Trainers die besseren Möglichkeiten und hätten durchaus in Führung gehen können. „Wenn du mit dem Abpfiff das Gegentor kassierst, als Schäfer nach einem Grundlinienpass ins lange Eck schiebt, ist das brutal bitter. Doch so ist das: Wenn du oben stehst, gewinnst du solche Spiele. Stehst du unten und mit dem Rücken zur Wand, verlierst du so ein Spiel eben, weil du nicht konsequent bist.“
Foto: Sandra Maes
