In einem hart umkämpften Spiel, in dem nur ein Tor fiel, baute der SV Bekond seine Heimserie aus. Und das gegen die in 2026 noch ungeschlagene SG Züsch, die durch die Niederlage wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegen ließ.

„Es war klar, dass Bekond das schwierigste Spiel in den nächsten Wochen werden würde. Gerade in Bekond sind sie noch mal ein, zwei Nummern stärker als auswärts. Nichtsdestotrotz wollten wir gewinnen und so gingen wir ins Spiel. Ein krasser individueller Fehler führte zum 1:0 und das machte es uns nicht einfacher. Bekond machte es gerade in der ersten Halbzeit aber auch extrem gut. Sie standen kompakt, waren in den Zweikämpfen voll da und kombinierten gut nach vorne. Wir tun uns gegen tiefstehende, kompakte Mannschaften schwer, schafften es aber das ein oder andere Mal, sie auseinanderzuspielen. Da parierte ihr Torwart aber glänzend. In der zweiten Hälfte war es ein Spiel auf ein Tor. Wir hatten zwei Pfostentreffer und je länger das Spiel dauert, desto schwieriger wird es. Ich kann meiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Die Jungs gaben alles und wenn es dann nicht reicht, ist es eben so. Es war ein glückliches Ende für Bekond, doch weil sie so gut verteidigten, auch kein unverdienter Sieg. Aufgrund der Anzahl unserer Chancen wäre ein Unentschieden allerdings gerechter gewesen“, fasste Züschs Trainer Andreas Weber die Partie auf dem Bekonder Kunstrasen zusammen. 

Nach nur neun Minuten fiel der erste und einzige Treffer der Partie, als ein Züscher den Ball herschenkte und Mario Trescastro nach einer Ablage aus der Distanz abzog. Ein Rückstand, welchen der Tabellendritte im weiteren Spielverlauf nicht mehr wettmachen sollte. Umso größer die Freude auf Bekonder Seite und bei Trainer Andreas Kiemes: „Der Dosenöffner war das schöne Tor von Mario Trescastro, was mich für ihn nach seiner Verletzung besonders gefreut hat. In der ersten Halbzeit waren wir spielbestimmend, womit Züsch vielleicht nicht gerechnet hatte. In der zweiten Halbzeit machten sie dann Druck, denn sie mussten gewinnen. Wir verteidigten aber gut und hatten auch das Spielglück auf unserer Seite. Über das ganze Spiel gesehen war es kein unverdienter Sieg für uns und wieder einmal eine super Moralleistung.“

Der SVB blieb damit auch im achten Heimspiel in Folge ungeschlagen – ein gebührender Abschied für Torwart Christian Schwarz, der nach drei Jahren den Verein verlassen wird, wie Kiemes erklärte: „Christian ist dreimal die Woche über 100 Kilometer zum Training und den Spielen gefahren. Da war es besonders schön, ihn mit einem Heimsieg verabschieden zu können.“

Für die SG Züsch war die erste Nullrunde des Jahres umso bitterer. Denn da Konkurrent Thalfang siegte, wuchs der Rückstand auf Rang zwei vor dem direkten Duell auf vier Punkte an.