Ruwertal II schien nach einer 2:0-Führung lange auf dem Weg zum Heimsieg, doch Morbach II gab die Partie nicht verloren. In einer furiosen Schlussphase drehten die Gäste das Spiel noch komplett – und der Siegtreffer viel ausgerechnet tief in der Nachspielzeit aus der Distanz.
Andreas Kirsch-Haupenthal brachte Ruwertal II in der 21. Minute mit 1:0 in Führung. Morbach kam ebenfalls zu Möglichkeiten, ließ diese aber ungenutzt oder scheiterte am gut aufgelegten Ruwertaler Schlussmann. „Wir machten es über das ganze Spiel gut. Vorne schafften wir es aber nicht, unsere Chancen konsequent umzusetzen und ein paar Mal hielt Ruwertals Torwart auch gut“, bilanzierte Morbachs Trainer Ismail Kahyaoglu. So ging es mit der knappen Führung der Gastgeber in die Pause.
Direkt nach Wiederbeginn wurde die Aufgabe für Morbach noch größer. Mathias Biwer verwandelte einen Strafstoß zum 2:0 (49.). Kahyaoglu sah beide Gegentreffer vor allem als Folge eigener, individueller Fehler, doch seine Mannschaft ließ sich davon nicht abschütteln. Lukas Servatius brachte die Gäste in der 77. Minute mit dem 1:2 zurück ins Spiel und leitete damit eine bemerkenswerte Schlussphase ein.
Morbach stellte in den letzten Minuten um und warf noch einmal alles nach vorne. Der Aufwand wurde belohnt: Aras Hamo erzielte in der 89. Minute den 2:2-Ausgleich. Damit nicht genug. In der vierten Minute der Nachspielzeit fasste sich Rechtsverteidiger Adel Dedic aus 20 bis 25 Metern ein Herz und traf zum 3:2. Innerhalb von rund einer Viertelstunde hatte die Morbacher Reserve einen Zwei-Tore-Rückstand vollständig gedreht. „Unsere Jungs kämpften bis zum Ende. Dadurch konnten wir das Spiel dann noch komplett drehen. Es war ein sehr intensives Spiel, aber auch ein geiles“, freute sich Kahyaoglu über das späte Comeback.
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