Mehr Spitzenspiel geht derzeit kaum: Tabellenführer Mülheim-Kärlich empfängt den ersten Verfolger aus Trier. Nur ein Punkt trennt beide und zugleich trifft die mit Abstand stabilste Defensive der Liga auf deren bislang erfolgreichsten Angriff.
Mülheim-Kärlich ist nach neun Spieltagen als einzige Mannschaft der Rheinlandliga noch ungeschlagen. Sechs Siege und drei Remis ergeben 21 Punkte, außergewöhnlich ist vor allem die Defensivbilanz: Erst zwei Gegentore musste der Tabellenführer hinnehmen. In den vergangenen drei Partien gab die SG allerdings zweimal Punkte ab. Auf das 1:1 in Wirges folgte ein 1:0 gegen Immendorf, zuletzt trennte man sich auch von Malberg 1:1.
Eintracht Trier II reist dagegen mit 20 Punkten und bereits 27 eigenen Treffern an. Die Reserve hat in dieser Saison nur einmal verloren und sammelte aus den jüngsten drei Ligaspielen sieben Punkte: Auf das 5:1 in Betzdorf folgte zunächst das 2:2 im Nachholspiel gegen Schweich, ehe Linz am vergangenen Wochenende mit 4:2 bezwungen wurde. Dabei verspielte die Eintracht zwar eine frühe 2:0-Führung, fand nach dem Ausgleich aber noch einmal zurück und entschied die Partie in der Schlussphase.
Das direkte Duell bietet damit eine ungewöhnlich klare Konstellation: 21:2-Tore auf der einen, 27:10-Tore auf der anderen Seite. Mülheim-Kärlich kann seine Tabellenführung ausbauen, Eintracht Trier II mit einem Auswärtssieg selbst an die Spitze springen. An Motivation dürfte es beiden Mannschaften nicht mangeln – vor allem den Trierern. Der Grund: Ehe man sich im Rückspiel der Vorsaison mit 0:0 trennte, entschied der SVE das Hinspiel gegen Mülheim-Kärlich für sich. Da der damalige Aufsteiger jedoch einen Spieler einsetzte, der nicht spielberechtigt war, gingen die Punkte am Grünen Tisch an die SGMK.
Mülheim-Kärlich, So., 04.10., 15.00h
Foto: Archiv
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