Mit Ausnahme von zwei Spielen traf der TuS Mosella Schweich III bisher in jedem Ligaspiel dreifach. Am Sonntag ist diese Offensivpower erneut gefragt, denn es wartet ein Derby und mit dem SV Bekond die bisher beste Defensive der B-11.
38 Punkte verbuchte der TuS Mosella Schweich III in der vergangenen Spielzeit und hatte dadurch nicht das Geringste mit dem Abstiegskampf zu tun. Auch in dieser Spielzeit sieht es nach sieben Spieltagen nicht danach aus, als würde die Drittvertretung um den Klassenerhalt kämpfen. Dabei startete die Saison mit einer Enttäuschung: Am heimischen Winzerkeller unterlag man der SG Ruwertal/Gutweiler II (2:3), die das Vorjahr hinter den Schweichern beendete. Die passende Antwort folgte eine Woche später, als die Mosella den Titelaspiranten aus Osburg auf dessen Platz mit 3:1 besiegte. Zwar blieb Zählbares in den beiden folgenden Wochen aus, jedoch schlugen sich die Schweicher gegen die Topteams aus Morbach und Ehrang (jeweils 3:5) gut.
Die gute Nachricht: An den vergangenen drei Spieltagen stockte der TuS sein Punktekonto gegen Teams der unteren Tabellenhälfte auf, siegte gegen Rascheid und teilte sich mit Farschweiler wie auch Irsch II die Punkte. Dadurch kommt die Drittvertretung auf acht Punkte – sieben Zähler vor den ersten Abstiegsrängen. In den nächsten Wochen könnten weitere Zähler folgen, wenn man bei der DJK Morscheid und dem Schlusslicht SG Leiwen-Köwerich II gastiert. Zunächst steht für die Schweicher jedoch das Heimspiel und Derby gegen den SV Bekond an.
Die Bekonder legten einen guten Start in die neue Saison hin und zählen mit 14 Punkten auf Rang fünf zur erweiterten Spitzengruppe. Eine Überraschung, muss der SVB doch einen kleinen Umbruch moderieren. Negativen Einfluss scheint dieser aktuell nicht zu haben, denn auch gegen die Topteams Hermeskeil (1:1) und Niederkell (2:2) bewiesen die Bekonder ihre Konkurrenzfähigkeit. Auf diese wird es ebenso in den nächsten Wochen ankommen, wenn man auf Osburg, die FV Hunsrückhöhe II und die FSG Ehrang/Pfalzel trifft. Kann die Elf von Andreas Kiemes hier erneut punkten, dürfte in dieser Saison mehr möglich sein als 38 Zähler und Tabellenplatz sechs.
Doch woher kommt die aktuelle Bekonder Stärke? Klare Antwort: aus der defensiven Stabilität. In der Spielzeit 25/26 schoss man 74 Tore, kassierte dafür jedoch 60. Aktuell bestätigt man die Offensivstärke mit 18 Toren, stellt aber gleichzeitig mit nur sechs Gegentoren die bisher beste Defensive der Liga. Anteil daran haben laut Coach Andreas Kiemes neben dem neuen Abwehrchef Marlon Kuhnen erfahrene Spieler wie Catalin Barbulescu oder der neue Keeper Justin Kemmnitz, der aus der zweiten Mannschaft aufrückte. Insgesamt sei es aber ein Verdienst der gesamten Mannschaft. Das zeigt sich: Nur gegen Niederkell (beste Offensive der Liga mit 37 Toren) und den SV Trier-Irsch II musste der Tabellenfünfte mehr als einen Gegentreffer hinnehmen. Letztere Partie (1:2) war für Bekond die erste Niederlage der Saison. Und die schüttelte die Kiemes-Elf mit einem 4:1 gegen Ruwertal II schnell ab.
Beim Gastspiel am Schweicher Winzerkeller ist nun erneut die defensive Stabilität der Bekonder gefragt. Schließlich zeigte sich die Mosella in den ersten Wochen dieser Spielzeit ebenfalls treffsicher: 18 Tore gehen auf das Konto der Drittvertretung, die – bis auf das 1:0 gegen Rascheid II und das 2:3 gegen Ruwertal II – in jedem Spiel drei Tore verbuchte, dafür wiederum 20 kassierte. Gegen Bekond muss die Drittvertretung nun deutlich stabiler stehen, will man im vierten Spiel in Folge Punkte einfahren. Bekonds Vorteil auf dem Papier könnte allerdings nur eine untergeordnete Rolle spielen, wie die letzten beiden direkten Duelle auf dem Schweicher Kunstrasen zeigen: Im Mai 2025 gewann der SVB in einer wilden Partie mit 6:3, in der Vorsaison stand am Winzerkeller ein 4:4, welches sich die Hausherren in Unterzahl erkämpften. Bei der Neuauflage des Nachbarschaftsduells ist am Sonntag erneut alles möglich – von einem offenen Schlagabtausch mit vielen Toren bis hin zu einem Kantersieg. Nur ein torloses Derby dürfte nicht auf die Zuschauer warten.
Schweich, So., 27.09., 14.30h
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