11ER: Die SG Saartal ist eine von zwei Mannschaften in der Bezirksliga, die noch ungeschlagen ist. Wie zufrieden sind Sie als neuer Trainer im Saartal mit diesem Start?
Jan Mombach: Grundsätzlich stimmt mich der Start sehr positiv. Nach der guten Vorbereitung, in der wir eine hohe Trainingsbeteiligung hatten, haben wir uns diese Ergebnisse vielleicht ein Stück weit erhofft. Ich bin sehr froh mit den Jungs und darüber, wie sich auf diese Saison vorbereitet haben. Dass wir nach fünf Spielen mit drei Siegen und zwei Unentschieden dastehen, macht es umso schöner. Es ist die Belohnung für ihre gute Arbeit. Wer fleißig ist, wird auch den verdienten Lohn bekommen.
11ER: Wie haben Sie Ihre neue Mannschaft wahrgenommen?
Mombach: Alle waren von der ersten Minute an sehr ehrgeizig. Die Mannschaft ist eine echte Truppe, ein Haufen – all das ist schon vor mir entstanden. Es geht sehr familiär in der Mannschaft und im gesamten Umfeld zu. Jeder Spieler hat den Ehrgeiz, sich zu verbessern. Hätte ich es mir malen können, würde es genau so aussehen. Es macht brutal viel Spaß, wenn man als Trainer 17, 18 oder 20 Mann im Training hat. Auch die Arbeit im Trainerteam läuft super. Einer unterstützt den anderen. Ich kann meine Zeit bei der SG Saartal bisher nur als sehr gelungen beschreiben. Wir bleiben aber demütig und wissen, dass an diesem Wochenende ein anderer Brocken auf uns wartet.
11ER: Schaut man sich die letzte Saison der SG Saartal an, stechen vor allem die 75 Gegentore heraus. Teils wurden in Spielen gegen Ellscheid oder Lüxem vier, fünf Tore erzielt und es reichte nur zu einem Punktgewinn. Wollen Sie einen größeren Fokus auf die Defensivarbeit legen?
Mombach: Es ist ein Thema, über das ich gefühlt schon mit 100 Leuten gesprochen habe. Bevor ich mein Engagement angetreten habe, habe ich mich bei einigen umgehört, um zu erfahren, welche Themen es gibt und welche wichtig sind. Der O-Ton war oft: „Wir wollen uns in der Defensivarbeit im Mannschaftsverbund verbessern“. Wenn man das von Spielern hört und sie gewillt sind, sich zu verändern, ist das eine geile Grundvoraussetzung. Wir haben den Fokus darauf gesetzt und Fortschritte gemacht. Das Irsch-Spiel war wilder und lässt sich vielleicht als der alte Saartal-Fußball beschreiben. Schaut man sich die ersten vier Spiele an, kassierten wir nur drei Gegentore und stellten mit Ruwertal die bis dahin beste Abwehr. Es sind aber nur wenige Spieltage gespielt und schon am Samstag müssen wir es wieder besser machen.
11ER: Die Offensivabteilung der SG Saartal ist gefürchtet. Hat sich durch den erhöhten Fokus auf die Defensive auch die Anforderung an die Offensivspieler verändert?
Mombach: Grundlegend ist es für mich ein Muss, dass in der Defensivarbeit alle mit an Bord sind. Auch die Jungs, die für Attacke stehen, müssen helfen. Es geht nicht, dass nur drei, vier oder fünf Spieler verteidigen – das geht nur im Verbund. Alle Spieler sind bereit, zu lernen und sich zu verändern. Das merkt und sieht man.
11ER: Im nächsten Spiel wartet der FSV Salmrohr, der am letzten Spieltag zehn Tore in einer Halbzeit schoss. Mit was für einem Gegner rechnen Sie am Wochenende?
Mombach: Ich würde Ihren Satz etwas umdichten: Die Saartal-Familie wartet auf Salmrohr. Wir sind gewappnet und wissen ganz gut, was uns erwartet. Am Montag begann für uns eine Trainingswoche, in der wir uns konzentriert auf Salmrohr vorbereiten – ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen. Wir werden am Samstag versuchen, zumindest auf Augenhöhe zu agieren. Unsere Jungs haben sich viel vorgenommen. Jetzt liegt es an ihnen, es auf den Platz zu bringen.
11ER: Wie sieht es personell aus?
Mombach: Wir haben einen großen Kader. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir eine schlagkräftige Truppe aufbieten werden. Julian Thielen und Neal Thome haben muskuläre Probleme. Was genau vorliegt, müssen Untersuchungen zeigen. Sie sind beide fleißige Spieler, die gerne dabei wären und die ich gerne dabei hätte. Julian Lederer wird erst nächste Woche aus seinem Auslandsaufenthalt zurückkehren. Wir sind also ähnlich wie letzte Woche aufgestellt. Ein Thema könnte wieder unsere Bank werden, die Spiele mitentscheiden kann.
