11ER: Der VfL Trier ist mit einem Sieg gegen Fell in die neue Saison gestartet, verlor dann aber drei bzw. vier (inklusive Pokal) Spiele in Folge. Wieso hat es in den letzten Wochen nicht zu Punkten gereicht?

Oliver Sollner: Das Heimspiel gegen Zewen würde ich ausklammern. Da machten wir ein ordentliches Spiel, stellten uns bei zwei Standards aber nicht clever genug an. Die letzte Woche war dafür umso enttäuschender. Gegen Sauertal und mittwochs im Pokal gegen Ehrang fanden wir überhaupt nicht in unser Spiel. Gleichzeitig machten wir den ein oder anderen groben Fehler und schenkten unseren Gegnern damit die Tore. Das ist bitter, denn es wirft uns nach der guten Vorbereitung ein Stück zurück. Am Sontag gegen Schöndorf war es besser, doch da waren wir nicht zwingend genug, um das Heimspiel für uns zu entscheiden. Mit der letzten Woche können wir also nur unzufrieden sein. Einfacher wird es in dieser aber nicht.

11ER: Sie setzten sich die Weiterentwicklung der Mannschaft als Saisonziel. Nach der schwierigen Vorsaison: In welchen Bereichen muss Ihr Team zulegen?

Sollner: Wir wollen die Mannschaft sowohl fußballerisch als auch auf persönlicher Ebene weiterentwickeln. Wir haben eine sehr junge Truppe und am letzten Wochenende stand eine Mannschaft mit einen Schnitt von 22 Jahren auf dem Platz. Es geht darum, die Spieler schon im jungen Alter an Führungspositionen heranzuführen. Davon profitieren sie hoffentlich nicht nur als Fußballer, sondern allgemein im Leben. Fußballerisch ist es unser Ziel, jeden einzelnen Spieler so nah wie möglich an sein Potenzial zu bringen. Dass dabei auch Fehler wie in der vergangenen Woche passieren können, gehört dazu. Wir müssen aus diesen Fehlern nur gemeinsam als Team lernen und daraus unsere Schlüsse ziehen.

11ER: Als junge Mannschaft hat man meist Vorteile in der läuferischen Stärke. Worauf legen Sie den Fokus?

Sollner: Uns ist es wichtig, dass alle Spaß am Fußball haben. Und man hat mehr Spaß daran, wenn man oft den Ball hat. Durch das junge Alter unserer Mannschaft sind wir, was das Läuferische und auch die Endgeschwindigkeit betrifft, weit vorne mit dabei. Das sind auf jeden Fall Punkte, die uns entgegenkommen. Wir dürfen uns aber nicht nur darauf verlassen und uns fußballerisch weiterentwickeln. In der letzten Woche merkten wir vor allem, dass es uns noch an Cleverness und Erfahrung fehlt. So etwas braucht Zeit und viele Spiele.

11ER: Im nächsten Spiel wartet Tabellenführer Pluwig, der sowohl junge Spieler als auch solche mit viel Erfahrung im Kader hat. Was für einen Gegner erwarten Sie?

Sollner: Pluwig ist eine richtig gute Mannschaft. Mit vier Siegen aus vier Spielen werden sie zufrieden sein und gegen uns weitermachen wollen. Pluwig will ja auch oben mitspielen. Sie sind nicht unsere Kragenweite und gerade offensiv für die A-Klasse stark besetzt. Bei ihnen wartet ein ganz schweres Spiel auf uns. Nichtsdestotrotz kommt das Spiel gegen Pluwig zur richtigen Zeit. Sie sind ein Gegner, gegen den wir uns beweisen können. Und man muss klar sagen: Wir haben gegen Pluwig keinen Druck, denn der liegt bei ihnen. Sie müssen gewinnen und wir sind der Underdog. Deshalb können wir befreit aufspielen.

11ER: Wie steht es am Wochenende um Ihren Kader? Kehren Spieler zurück oder fehlen welche, die zuletzt dabei waren?

Sollner: Aktuell sieht es so aus, als ob uns Alexis Jiménez fehlen wird. Er verletzte sich am letzten Wochenende. Es ist auch noch nicht klar, wer im Tor steht, weil sich Maurice Mangerich gegen Sauertal verletzt hat. Auf dieser Position habe ich aber wenig Bauchweh, weil wir dort unter anderem mit Antonio De Luca topbesetzt sind. Abgesehen davon hoffe ich, dass uns Jarolin Wozniak, der auf Heimaturlaub ist, in der kommenden Woche wieder zur Verfügung steht. Er tat uns schon in der letzten Saison mit seinen beiden Toren gut.