11ER: Der SW Pluwig/Gusterath ist mit vier Siegen aus vier Spielen perfekt in die neue Saison gestartet. Was gibt es zum Auftakt Ihres Teams zu sagen? Konnten Sie damit rechnen?
Tobias Spruck: Dass es so super läuft, war wünschenswert, aber nicht zu planen. Die Jungs ziehen aber von Beginn an super mit und haben sich gefreut, dass Timo (Co-Trainer Timo Koch, Anm. d. Red.) und ich kommen. Wir haben eine sehr gute Trainingsbeteiligung und auch immer genügend Torhüter bei den Einheiten. Dadurch können wir uns gut einspielen. Wir haben das Spielsystem komplett umgestellt und durch das Training kommen wir immer besser rein. Die Automatismen greifen langsam und Erfolge machen es natürlich leichter. Auch vorne spielen wir uns immer besser ein. Mit dem Start sind wir super zufrieden.
11ER: In Trier-Irsch hatten sie eine junge Truppe zur Verfügung und setzen auf spielerische Kontrolle. Worauf legen Sie jetzt in Pluwig Wert?
Spruck: In Pluwig ist die Truppe ein bisschen älter, aber das muss nicht schlechter sein. Es ist auch gut, das System jetzt schon umzustellen und zu verinnerlichen, denn im nächsten Jahr kommen einige Spieler aus der Jugend. Die Basis für die Zukunft ist also gelegt. Wir haben eine coole Truppe zusammen und auch wenn ein paar Spieler nicht jünger werden, hoffe ich, dass wir sie noch lange dabei haben. Fußballerisch wollen wir immer Lösungen mit dem Ball, aber auch ohne Ball finden. Selbst wenn wir nicht den Ball haben, wollen wir das Spiel kontrollieren. Jeder Spieler soll wissen, was er in der jeweiligen Situation tun kann.
11ER: Was hat Sie an der Aufgabe in Pluwig gereizt?
Spruck: Ich habe damals wegen meinen Kindern eine Pause eingelegt, doch weil sie jetzt ein bisschen älter sind, war ich wieder voll im Fußball drin. Dann kam die Anfrage von Daniel Clemens und René Wackerhage. Daniel wohnt nur ein paar Häuser unter mir und so gab es immer mal wieder Kontakt. Ich habe Pluwig lange verfolgt und sie spielten meist oben in der A-Klasse mit. Es reizt mich, die Mannschaft wieder in die oberen Regionen hinführen zu können und die Spieler weiterzuentwickeln. Der Aufwand war für mich ähnlich wie in Irsch, was mir in meiner familiären Situation wichtig war. Hinzu kommt, das Pluwig ein gut geführter Verein ist und ich die handelnden Personen kenne. Es geht familiär zu und man fühlt sich wohl. Auch das war mir wichtig.
11ER: In den ersten drei Spielen blieb Ihr Team ohne Gegentor, ehe man dann gegen Schweich II eine starke Offensivleistung mit sechs Toren zeigte. Hat sich dort gezeigt, dass sich die Mannschaft offensiv immer besser einspielt?
Spruck: Wir hoffen es, aber man merkt den Fortschritt auch im Training. Es war ja vorher nicht so, als hätten wir die Spiele nicht gewonnen und keine Tore geschossen. Es gab nur weniger Spektakel, weil wir gerne aus einer geordneten Defensive heraus spielen. Je häufiger wir die Automatismen trainieren, desto besser werden unsere Laufwege. Es ist für alle Spieler ein neues System – auch für Chris (Christoph Nickl, Anm. d. Red.), den ich noch aus Irsch kannte. Es hilft auch, dass bei Chris im letzten Spiel der Knoten platzte und auch Nico traf. In unserem System sollen aber nicht nur die Stürmer Tore schießen, sondern auch die Spieler dahinter. Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, wollen uns aber nicht über die Tabellensituation beklagen. Wir werden uns weiter verbessern, denn die Jungs wollen immer mehr lernen. Sie sind gierig und ehrgeizig.
11ER: Im nächsten Spiel wartet der VfL Trier. Was für ein Spiel und was für einen Gegner erwarten Sie am fünften Spieltag?
Spruck: Mit Irsch waren es gegen den VfL immer hitzige Spiele. Der VfL hat seine letzten drei Spiele mit 0:4 verloren. Diese Ergebnisse werden sie intensiv aufarbeiten und sich gegen uns etwas einfallen lassen. Jeder rechnet mit unserem Sieg und das macht es gefährlich. Wir müssen uns konzentriert auf das Spiel einstellen und den Fokus auf uns setzen. In der Liga ist jeder in der Lage, jeden zu schlagen. Das prägen wir den Jungs ein und so wollen wir auch gegen den VfL auftreten. Sie hielten das Spiel gegen Schöndorf lange offen. Wir müssen Geduld bewahren, gut stehen und unsere herausgespielten Chancen nutzen.
11ER: Wie steht es ums Personal?
Spruck: Soweit können wir uns nicht beklagen. Es gibt nach dem Wochenende ein paar Wehwehchen, doch bis zum Spiel sollten alle wieder fit sein. Julian Müller zog sich vor zwei Wochen einen Muskelfaserriss zu und wird uns noch nicht wieder zur Verfügung stehen.
