In der ersten Runde des DFB-Pokals musste sich der SV Eintracht Trier dem Bundesligisten RB Leipzig geschlagen geben. Dass es nicht zur Sensation kommen sollte, war dabei bereits nach wenigen Minuten klar.
Das mit 9.000 Zuschauern vollgepackte Moselstadion war zum Anpfiff bester Stimmung, doch schon nach drei Minuten folgte der erste Dämpfer für den Außenseiter. Eine Hereingabe von Nusa fand im Zentrum Brajan Gruda, der aus kurzer Distanz zur Führung der Leipziger einschob. Nur vier Minuten später landete der Ball erneut im Trierer Tor, als Willi Orbán zum 2:0 abstaubte. Zwei frühe Nackenschläge für die Hausherren, die sich in der Folge schwer taten und kaum für Entlastung sorgten. Mit zunehmender Spieldauer fand der SVE jedoch ins Spiel und stand – trotz klarer Überlegenheit der Leipziger – besser.
Vor der Pause dann plötzlich die große Chance für den Regionalligisten: Gaida machte von der linken Außenbahn einen Schlenker in die Mitte und fand mit einem Chip den eingelaufenen Sausen. Dessen Direktabnahme flog jedoch über den Leipziger Kasten. Ein Fehlschuss, der sich nur zwei Minuten später rächte, als Pelzer einen Schuss von Ridle Baku zum 0:3-Pausenstand ablenkte.
Nach dem Seitenwechsel wurde Trier mutiger, spielte aggressiver und suchte nun öfter den Weg nach vorne. Auf hochkarätige Torchancen wartete man jedoch vergeblich. Auf der Gegenseite schaltete Leipzig zurück und verwaltete in einer Partie, die zunehmend abflachte, den komfortablen Vorsprung. Erst mehrere Wechsel auf beiden Seiten brachten neuen Schwung in die Partie. So feuerte Triers Blum einen Schuss aufs Leipziger Tor, den Vandevoordt entschärfte. Auf Leipziger Seite zeichneten die eingewechselten Reiz und Harder verantwortlich für das 4:0 (76.). In der Schlussphase wurde es dann nochmal bitter für die Hausherren: Nusa (92.) und Banzuzi (95.) schraubten das Ergebnis aus Leipziger Sicht auf 6:0 in die Höhe.
