Der Auftakt in der A-Klasse endete für den SV Trier-Olewig mit einer Enttäuschung. Ausgerechnet im Derby gegen den großen Nachbarn aus Tarforst bekommt der Aufsteiger nun die Chance, die Pluwig-Niederlage zu bereinigen. Doch Achtung: Die Tarforster Reserve präsentierte sich bisher bestens aufgelegt und treffsicher.

Der FSV Trier-Tarforst II feierte nach dem knappen Klassenerhalt im Vorjahr einen perfekten Start in die neue Spielzeit. Unter dem neuen Trainer Markus Schwind rückte man mit einem 5:1-Sieg gegen B-Ligist DJK St. Matthias Trier II in die nächste Runde auf und im Auftaktspiel fertigte man Aufsteiger Trier-Euren mit 5:0 ab. Mit dem SV Trier-Olewig, der als Meister in die A-Klasse aufstieg, wartet nun wahrscheinlich der erste echte Gradmesser auf die Trierer Höhenkicker. Der Grund: Beide Mannschaften sind spielstark, suchen ihr Heil in der Offensive und sind jung.

Die Tarforster sind bekannt für ihre gute Jugendarbeit und konnten zu dieser Spielzeit wieder zahlreiche Nachwuchskicker in die beiden Seniorenmannschaften hochziehen. Für Schwind, der zuletzt die A-Jugend des FSV trainierte, waren dies bekannte Gesichter. Im Seniorenbereich herrscht jedoch ein anderer Wind. So gelte es für Jugendspieler laut dem Tarforst-Coach, sich in die bestehende Teamstruktur und Hierarchie einzuordnen und Ratschläge erfahrener Spieler anzunehmen. Neben den aufgerückten Jugendspielern fanden auch Gabriel Matos Ferreira und Joel Schneemilch, der nach Jahren in Bitburg und Zewen zurückkehrte, den Weg zum FSV. Die Mischung scheint zu stimmen und der breite Kader hält aktuell den Konkurrenzkampf hoch. In Olewig gilt es nun, den guten Start zu bestätigen und dem Punktekonto weitere Zähler hinzuzufügen.

Eine weitere Nullrunde will man beim SV Trier-Olewig unbedingt vermeiden. Im Auftaktspiel gegen den SW Pluwig/Gusterath kam der Aufsteiger nicht gut aus den Startlöchern und bekam in der ersten Halbzeit den Qualitätsunterschied zwischen A- und B-Klasse zu spüren. Zwar verhinderte man nach dem 0:3-Pausenstand im zweiten Durchgang weitere Einschläge, doch die klare Leistungssteigerung reichte nicht aus, um das Spiel zu drehen oder einen Anschlusstreffer zu erzielen. Erfahrungen, welche die Olewiger machen müssen. Ohnehin rechnete man beim SVO damit, Lehrgeld zu bezahlen, denn wie beim kommenden Konkurrenten ist der Kader gespickt mit jungen Spielern. Während einige ehemalige A-Jugendliche vor ihrer ersten vollen Seniorensaison stehen, drängt im Hintergrund bereits der nächste Jahrgang darauf, frühzeitig Erfahrung bei der ersten Garde zu sammeln. Diesen andauernden Umbruch gilt es für Trainer Denys Surma zu moderieren – ohne den Klassenerhalt aufs Spiel zu setzen. 

Klar ist: Qualität ist in Olewig reichlich vorhanden, wie man in der vergangenen Saison zur Genüge unter Beweis stellte. Auch bei der Kreispokalniederlage gegen Schweich II (2:4 n.V.) bestätigte man die A-Klassen-Eignung. Für den SVO gibt es nach der Auftaktniederlage also keinen Grund, in Panik zu verfallen und die taktische Ausrichtung zu verändern und stattdessen auf ein defensives Bollwerk zu setzen. Vielmehr müsse seine Mannschaft laut Surma lernen, über die vollen 90 Minuten fokussiert zu sein und sich keine Schwächephasen zu leisten. Denn diese wurden in Pluwig bestraft und dürften es auch gegen die Tarforster Reserve werden. Vor heimischem Publikum und im Derby gegen den großen Nachbarn wollen die Olewiger nun zeigen, was in ihnen steckt. Ob das zu Punkten gegen den gut aufgelegten FSV reicht, entscheidet sich am Sonntag.

Trier-Olewig, So., 16.08., 14.45h

Foto: Archiv/Maes