11ER: Mit zwei Tagen Abstand: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem ersten Bezirksliga-Spiel als Trainer?
Kevin Endres: Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Wir wussten, dass es eine schwierige Aufgabe werden würde. Gegen einen Aufsteiger, der unbekannt ist und viel Euphorie mitbringt, ist es nie leicht. Hinzu kam die von uns erwartete, hitzige Stimmung. Wir behielten die Nerven, obwohl wir es lange Zeit spannend machten, und zeigten am Ende unsere fußballerische Qualität. Gerade in der ersten halben Stunde machten wir es richtig gut. Es war dann auch ein verdienter Sieg. Im Pokal sind wir eine Runde weiter und in der Liga starteten wir mit einem Sieg – mit dem Start können wir zufrieden sein.
11ER: Mit Yannik Theile, Dominic Zimmermann und Bastian Neises verließen drei Leistungsträger den Verein. Wie sehen Sie Ihren Kader für diese Saison aufgestellt?
Endres: Wir befinden uns wieder mal in einer Umbruchsaison und ich würde lügen, wenn ich sage, dass uns der Verlust von drei Leistungsträgern nicht weh tut. Wir sind aber gut aufgestellt. Unsere zweite Mannschaft stieg in die B-Klasse auf und hat viele junge Spieler in ihren Reihen, die viel Potenzial zeigen. So bekamen wir zwei, drei Spieler dazu, die absolut das Niveau für die Bezirksliga haben. Sie werden aber Zeit brauchen, um die nötige Erfahrung zu sammeln. Diese Zeit wollen wir ihnen geben und dahinter stehen wir. Was die Vereinsstruktur betrifft, sind wir sehr gut aufgestellt. Wir machten in den letzten Jahren eine super Arbeit im Jugendbereich und werden das auch weiterhin tun. Es sollten es also immer wieder junge Spieler in die erste Mannschaft schaffen. Mit Kingsley haben wir einen erfahrenen Spieler hinzubekommen und mit Lennard Hild fand ein junger Spieler den Weg zurück zu uns. Er hat in den letzten zwei, drei Wochen einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben auch noch zwei gute Torhüter bekommen, die ein super Trio um Felix Bollig bilden. Mit dem Kader bin ich daher sehr zufrieden. Wir müssen jetzt nur schauen, dass sich die jungen Spieler integrieren. Durch die Abgänge haben jetzt auch andere Spieler die Chance, sich zu zeigen. Zum Beispiel spielte Johannes Schiffels kaum eine Rolle in der letzten Saison, ist nach seiner Vorbereitung jedoch kaum noch aus der ersten Mannschaft wegzudenken.
11ER: Welchen Fußball wollen Sie als Trainer des SV Sirzenich spielen lassen?
Endres: Ich bin immer ein Freund davon, aus einer stabilen Defensive zu agieren. Wir kassierten in den beiden Pflichtspielen gegen Weintal und Birresborn drei Gegentore. Damit sind wir nicht zufrieden. Da geht es auch um Punkte wie Raumsicherung, in denen wir uns verbessern können. Ich bin aber auch ein Freund von Geschwindigkeit. Wir haben Qualitätsspieler wie Robin Esser, die wir in Eins-gegen-eins-Situationen bringen müssen. Wir wollen versuchen, schon mit wenigen Kontakten ins letzte Drittel zu kommen.
11ER: An diesem Wochenende wartet mit der DJK St. Matthias Trier erneut ein Aufsteiger. Was für einen Gegner erwarten Sie?
Endres: Wir wollen uns erneut gut auf das Spiel vorbereiten und wie gegen Birresborn klare Kante zeigen. Da zeigten wir, dass wir ein Bezirksligist sind und so müssen wir auch gegen Matthias auftreten. Mit dem letzten Spiel waren wir nicht zu 100 Prozent zufrieden. Wir haben verschiedene Punkte angesprochen und wollen jetzt versuchen, auf die 100 Prozent zu kommen. Das wird keine leichte Aufgabe, denn Matthias ist eine starke Mannschaft und verbuchte gegen Tawern einen Achtungserfolg. Ich sehe sie als ein Team, das sich auf Jahre in der Bezirksliga etablieren kann. Sie haben eine gute JSG und wenn sie es schaffen, immer wieder Spieler hochzuziehen, eine brutale Qualität. Außerdem haben sie mit Ahmed Boussi einen Spielertrainer, der schon gegen Tawern traf und den man nicht aus den Augen verlieren darf.
11ER: Wie ist die personelle Lage vor dem Heimspiel?
Endres: Wir werden auch am diesem Wochenende gut besetzt sein. Luca Clemens wird diese Woche wieder voll mittrainieren und ist gegebenenfalls eine Option von der Bank. Kingsley fehlt urlaubsbedingt. Ansonsten haben wir keine Ausfälle.
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