Rund 300 Zuschauer verfolgten auf der Sandkaul den Saisonstart von Aufsteiger SV Trier-Irsch und Absteiger SG Daleiden. Enttäuscht dürfte kaum ein Zuschauer nach Hause gegangen sein, denn das Sechs-Tore-Spiel hielt einige Überraschungen bereit.
Trotz der selbst auferlegten klaren Außenseiterrolle bewies der SV Trier-Irsch im Duell mit der SG Daleiden lange Zeit, dass man in diesem Jahr zurecht in der Bezirksliga auflaufen darf. Bereits in der 10. Minute setzte der Aufsteiger das erste Ausrufezeichen und traf durch Youngster Luca Klupsch zur Führung. Die Hausherren blieben auch nach dem Treffer gut im Spiel, setzten die Gäste unter Druck und ließen einen weiteren Klupsch-Treffer zum 2:0-Pausenstand folgen.
Kurz nach der Pause dann der frühe Schock: Irschs Luca Sasso-Sant verletzte sich. Die Partie wurde mit dem Verdacht auf eine Halswirbelverletzung für rund 35 Minuten unterbrochen, ehe Schiedsrichter Luis Herrig das Spiel wieder anpfiff. Nach dem Neustart wurde Daleiden aktiver. Johnny Bisschops glückte in der 57. Minute der Anschlusstreffer, den Irschs Klupsch nur vier Minuten später durch seinen dritten Treffer der Partie konterte. Der Rheinlandliga-Absteiger ließ sich aber nicht von seiner Aufholjagd abbringen, brachte frische Kräfte und stellte die Schlagdistanz durch Bisschops erneut her (75.). Die Irscher gerieten im Anschluss immer weiter unter Druck und konnten diesem in der Schlussphase schließlich nicht mehr standhalten: Jan Mayers glich für die SGD zum 3:3-Endstand aus (84.).
Trotz des späten Ausgleichs war Irschs Spielertrainer Sebastian Szimayer zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf: „Der Stolz überwiegt auch nach der 2:0- bzw. 3:1-Führung. Wir machten 70 Minuten lang ein überragendes Spiel und setzten den Gegner unter Druck. Es war dann aber klar, dass Daleiden mit ihrer Qualität irgendwann kommen würde. Sie konnten auch von der Bank nachlegen, was bei uns in der Form nicht möglich war. Am Ende drückte und drückte Daleiden, traf und schoss verdientermaßen die Tore. Ich denke, es ist ein gutes Ergebnis für beide Mannschaften. Die Jungs können stolz auf das sein, was sie geleistet haben.“ Kritik übte Szimayer mehr an sich selbst, denn sein Ballverlust habe das 3:2 eingeleitet. Zudem haderte Irschs Coach mit seiner vergebenen Großchance, wodurch die Hausherren die Entscheidung verpassten. Gute Nachrichten gab es unterdessen von Sasso-Sant. Dieser habe „zum Glück nur eine Gehirnerschütterung“ und konnte „das Krankenhaus abends schon wieder verlassen“.
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