Nachdem sowohl die SG Wincheringen als auch der SV Wasserliesch/Oberbillig ihre Generalproben im Pokal verloren, dürfte die Motivation im Auftaktspiel umso größer sein.

Obwohl man die letzte Saison auf Rang drei beendete und nur knapp den Aufstieg verpasste, hat die SG Wincheringen in diesem Jahr (noch) keine Ambitionen auf die Topplatzierungen angemeldet. Der Grund ist eine weitere Verjüngung des Kaders, die Trainer Bastian Hurth bereits angekündigt hatte. So seien ältere, erfahrene Spieler abgetreten und weitere Jugendspieler aufgerückt. Nun befinde man sich in einer „Findungsphase“, die Hurth trotz kleinerer Hürden aber bisher zufriedenstelle. 

Zu den Wermutstropfen dürfte die Generalprobe für die Saison gelten, die man vor heimischem Publikum gegen den Liga-Konkurrenten SV Sirzenich II mit 1:3 verlor. An diesem Wochenende darf die SG Wincheringen abermals zuhause auflaufen, hofft gegen den SV Wasserliesch/Oberbillig aber auf ein anderes Ergebnis: „Wir haben unser letztes Heimspiel gegen Wasserliesch mit 1:2 verloren und noch etwas gutzumachen. Unsere beiden Mannschaften spielen gegen Wasserliesch, was es noch mal spannender macht. Wir freuen uns darauf, dass es wieder losgeht und auch für die Zuschauer sollte am Sonntag etwas geboten werden.“

Beim SV Wasserliesch/Oberbillig hofft man eher auf weniger Spektakel, denn mit 79 Gegentoren in der Vorsaison stellte man eine der anfälligsten Defensiven der Liga. Nur Absteiger Udelfangen kassierte mehr Gegentore als der SVWO, der dank starker Offensive auf Rang neun landete. Der Anspruch ist in Liesch dennoch ein anderer, wie Trainer Carlo Lambert erklärt: „Wir wollen im Vergleich zur letzten Saison eine deutliche Verbesserung sehen. Mike Herresthal ist als Co-Trainer eingestiegen, unterstützt Christian Albrecht und mich und gibt gute Impulse. Wir haben alle zusammen an einigen Stellschrauben gedreht und wollen, dass es anders läuft als im letzten Jahr.“

Die Leistungssteigerung dürfte dabei mehr von der Einstellung als dem Personal abhängen, denn im Kader Wasserlieschs tat sich laut Lambert nicht viel: „Wir haben quantitativ ein bisschen verloren. Was uns weh tut, ist Marc Schmid, den ich gerne vom Weitermachen überzeugt hätte. Er legt aber aus familiären Gründen eine Pause ein. Ansonsten blieb der Kader weitgehend zusammen und wir hatten eine recht ordentliche Vorbereitung.“

Wie in Wincheringen verloren auch die Wasserliescher ihr erstes Pflichtspiel der Saison (4:5 n.E. gegen den VfL Trier II). Im direkten Duell haben damit beide Mannschaften etwas gutzumachen. Leichtes Spiel erwartet Carlo Lambert daher nicht: „Wincheringen hat sich weiter verjüngt und ist zum Start ein dickes Brett. Im letzten Spiel konnten wir sie schlagen, doch das muss nichts bedeuten. Ich rechne mit einem engen und harten Spiel.“

Wincheringen, So., 09.08., 15.00h

Foto: Archiv/Sandra Maes