Nicht nur weil mit Tarforst und Schweich zwei Schwergewichte der Vorsaison aufgestiegen sind, zählt der FSV Salmrohr zu den Topfavoriten auf den Aufstieg in die Rheinlandliga. Ein Selbstläufer wird die Spielzeit 2026/27 für die Thömmes-Elf allerdings nicht und gleich im Auftaktspiel ist gegen den SV Grünewald Lüxem höchste Vorsicht geboten.

Nach dem dritten Platz im Vorjahr und dem knapp verpassten Relegationsrang (vier Punkte fehlten) gilt der FSV Salmrohr als Topfavorit auf den Meistertitel der Bezirksliga West – nicht zuletzt weil mit dem FSV Tarforst und dem TuS Mosella Schweich zwei Schwergewichte die Liga verließen. Personell konnten die Salmrohrer nachlegen: Narottam Morbach kam aus Bitburg und mit Dominic Zimmermann sowie Yannic Theile fanden zwei Talente vom SV Sirzenich den Weg ins Salmtal. Auf der Abgangsseite dürfte nur der Abgang von Lucas Abend ins Gewicht fallen. 

Bedeutet: Coach Rudi Thömmes steht eine gewachsene Elf zur Verfügung, mit der die in der Vorsaison begonnene Entwicklung fortgesetzt werden kann. Diese nahm zum Ende der Spielzeit 2025/26 mit sieben Siegen in Folge an Fahrt auf. Klar ist, dass die Saison für den FSV kein Selbstläufer sein wird und man sich jeden Sieg erarbeiten muss. Das bekam Salmrohr in der Vorbereitung zu spüren, als man gegen die Rheinlandligisten Eintracht Trier II und SG Vordereifel Laubach testete und verlor. Auch im Rheinlandpokal gegen A-Ligist SG Utscheid war für das Weiterkommen einiges an Arbeit nötig (2:1). Ähnliches sollte der Titelaspirant nun auch im Auftaktspiel erwarten.

Der SV Grünewald Lüxem geht in eine weitere Saison unter dem Trainerduo Nicolas Hubo und Patrick Schmitt, dem mit Julius Benz, Neo Klippel, Luca Mertes (kamen beide aus Salmrohr) und anderen einige neue Spieler zur Verfügung stehen. Zwar verließ mit Joshua Stewart auch der Stammkeeper den Verein für Rheinlandligist Bitburg, doch an den gestiegenen Ansprüchen ändert sich dadurch nichts. Denn nach dem zehnten Platz im Vorjahr soll es in dieser Spielzeit wieder ein einstelliger Rang sein. Dass man dazu in der Lage ist, zeigte man im Rheinlandpokal, als man sich erst durch drei späte Tore Rheinlandligist FV Hunsrückhöhe Morbach geschlagen geben musste (2:4). Ein Härtetest, der zur richtigen Zeit kam, warten mit Salmrohr, Wittlich und Ellscheid doch gleich drei Kracher-Spiele auf die Grünewald-Elf.

Trotz der Außenseiterrolle darf sich Lüxem am ersten Spieltag Punkte ausrechnen. Der Grund: In der Vorsaison schlug man Salmrohr zuhause mit 2:1 und teilte sich im Salmtal die Punkte.

Salmtal-Salmrohr, Sa., 08.08., 18.00h

Foto: Archiv/Sandra Maes