Nach einem Aderlass stehen hinter der SG Schneifel noch einige Fragezeichen. Antworten kann man am Sonntag geben, wenn die Simon-Elf zum Saisonauftakt beim TuS Immendorf gastiert.

Die SG Schneifel zählte in der Vorsaison zu den stärksten Teams der Rheinlandliga und beendete das Fußballjahr auf dem vierten Tabellenplatz. Vor dieser Spielzeit ist die Elf von Trainer Stephan Simon die vielleicht größte Wundertüte der Liga. Das liegt in erster Linie am Aderlass in der Offensivreihe: Simon Reetz (16 Tore) und Jan Pidde (32 Tore), die in der vergangenen Saison fast die Hälfte aller SGS-Tore erzielten, verließen den Verein. Ob diese Torausbeute von den Neuzugängen aufgefangen bzw. auf mehrere Schultern verteilt werden kann, bleibt abzuwarten. So oder so stehen die Schneifeler vor einer Saison, in der man die Verjüngung des Kaders vorantreiben möchte.

Beim TuS Immendorf blieb der Kader größtenteils zusammen und wurde mit Neuzugängen erweitert. Nun hofft man beim TuS auf eine entspanntere Saison, in welcher der Klassenerhalt nicht erst kurz vor Schluss feststeht. Das Auftaktprogramm der Immendorfer hat es jedoch in sich, wartet doch nach der SG Schneifel die FV Hunsrückhöhe sowie die SG Andernach. Und schon gegen die Schneifeler setzte es in der letzten Spielzeit zwei Niederlagen. Ein Punktgewinn zum Auftakt darf aus TuS-Sicht daher als Erfolg gewertet werden. Und wer weiß, vielleicht ist nach dem Schneifeler Umbruch sogar noch mehr möglich.

Immendorf, So., 09.08., 15.00h