Überraschung im Hochwald: Der FSV Trier-Kürenz sicherte sich bei der SGH-Reserve einen Dreier und damit in letzter Sekunde den Klassenerhalt.
Um die Klasse noch zu halten, musste der FSV Trier-Kürenz nicht nur bei der SG Hochwald II gewinnen, sondern auch auf einen Patzer von Konkurrent SG Saartal II hoffen. Und in Lampaden erfüllte man laut Trainer Stephan Wicht zumindest schonmal die eigenen Hausaufgaben: „Optisch waren wir überlegen. Wir gingen in Führung, doch danach hatte Hochwald zwei, drei Möglichkeiten auf den Ausgleich. Wir verteidigten in diesen Situationen aber mit allem, was wir hatten. In der zweiten Halbzeit war es dann ähnlich. Wir schossen das 2:0 und hatten hintenraus noch Konter, um mehr Tore zu schießen. Insgesamt geht das Ergebnis aber in Ordnung und das Ergebnis in Könen war ja auch sehr positiv.“
Marius Krämer schoss die Gäste in der 20. Minute in Führung, in Hälfte zwei legte Miguel Hutmacher das 0:2 nach – Treffer, die dem FSV den Sieg und letztlich den Klassenerhalt sicherten (Saartal II unterlag in Könen). Ein Erfolg, zu welchem den Aufsteiger auch Hochwalds Trainer Nour-Eddine Rasani beglückwünschte: „Es war mit Abstand das schlechteste Spiel, was ich von uns in der B-Klasse gesehen habe. Kürenz machte es läuferisch und kämpferisch gut und unsere junge Truppe wehrte sich zu wenig. Gerade in der ersten Halbzeit machten wir mehrere gravierende Fehler. Kürenz gewann verdient und wenn das Spiel am Ende 0:5 oder 0:6 ausgeht, dürfen wir uns nicht beschweren. Glückwunsch an Kürenz.“
Saisonfazit
Die SG Hochwald II beendete eine Saison mit schwankenden Leistungen sowie etlichen personalbedingten Auf und Abs auf einem soliden siebten Platz. „Es war eine durchwachsene Saison, in der mehr möglich gewesen wäre. Wir wussten, dass es vom Kader her eng werden würde, konnten vieles aber mit unserer A-Jugend und AH auffangen. Hintenraus war der Kader knapp, doch wir mussten kein Spiel absagen. Die Trainingsbeteiligung war für die B-Klasse katastrophal, aber das ist dann bei einem kleinen Kader eben auch schwierig“, fasste Rasani zusammen, der den Hochwäldern als Coach erhalten bleibt. Zur neuen Saison übernimmt Spieler Julian Barth zudem die Rolle als spielender Co-Trainer.
Auf Rang zwölf erfüllte der FSV Trier-Kürenz sein großes Saisonziel Klassenerhalt. Zwar musste der Aufsteiger oft Lehrgeld zahlen – auch aufgrund der schwachen Offensive (31 Tore, schwächster Wert der Liga) –, doch eine klare Leistungssteigerung in der Rückrunde reichte schließlich aus. Und stellte Trainer Stephan Wicht zufrieden: „Mit unserer Leistung und Trainingsbeteiligung war ich zufrieden. Leider bestraften unsere Gegner unsere Fehler meist, während wir ihre Fehler zu oft nicht ausnutzten. Deshalb blieb es bis zum letzten Moment spannend, was aber nicht schlecht war. Nach der letzten Saison, in der wir spät Meister geworden sind, war dieser positive Abschluss wichtig für die Entwicklung unserer Mannschaft.“
Foto: Archiv/Alfred Weinandy
