In einem hitzigen Spiel mit Redebedarf auf beiden Seiten musste der TuS Trier-Euren eine bittere Punkteteilung hinnehmen. Ein Remis, welches den Trierern die Tabellenführung kostete und den möglichen Aufstieg erschwert.

In einer ausgeglichenen Partie vor rund 150 Zuschauern traf Marvin Krantz in der 32. Minute zur Führung des SV Wasserliesch/Oberbillig. Im zweiten Durchgang investierten die Gäste aus dem Trierer Westen mehr und glichen durch Marcel Scheid aus (54.). In einer hitziger werdenden Partie traf Giovanni Silano zur umjubelten Führung der Eurener (82.). Ein Treffer, der dem TuS einen der ersten beiden Plätze und wahrscheinlich sogar den Aufstieg gesichert hätte. Es sollte jedoch nicht zu Eurener Feierlichkeiten kommen, denn in der siebten Minute der Nachspielzeit zeigte der Unparteiische plötzlich auf den Punkt – Handelfmeter für den SVWO. Marvin Mayer trat an und sicherte den Hausherren einen späten Punkt. 

Aufgrund der Punkteteilung liegt der TuS Euren nun gleichauf mit dem neuen Primus aus Olewig und könnte am letzten Spieltag bei zwei Punkten Vorsprung auf Wincheringen sogar noch Rang zwei verlieren. Für Eurens Trainer Daniel Ries war der Elfmeter eine unbegreifliche Entscheidung: „Es war ein super Spiel von beiden Mannschaften. Wir nahmen den Kampf an und hielten dagegen. In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft und gingen verdient in Führung. Ich weiß dann leider nicht, was den Schiedsrichter geritten hat, zwölf Minuten nachspielen zu lassen und so einen Handelfmeter zu pfeifen. Es ist bitter, dass so ins Spiel eingegriffen wurde und wir um den verdienten Lohn gebracht wurden.“

Irritiert zeigten sich auch die Liescher und deren Trainer Carlo Lambert: „Es war ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Man hat nicht wirklich gesehen, dass wir Tabellen-Achter und sie -Erster waren. Am Ende ist das Spiel leider ein bisschen eskaliert mit Rudelbildung und Leuten auf dem Platz. Der Schiedsrichter begann gut, hat dann jedoch die Kontrolle über das Spiel verloren. In der zwölften Minute bekamen wir einen Elfmeter, wo ich selbst nicht sehen konnte, ob es einer war. Das ist bitter für Euren und ich verstehe ihren Unmut – andere Dinge verstehe ich aber nicht.“

Foto: Archiv/Sandra Maes