Die Ausgangslage ist zumindest für die Gäste von Mosel und Sauer knifflig und noch immer sehr kompliziert.
Zwar haben die Vereinigten aus Zewen, Igel-Liersberg und Langsur ihre wohl letzte Chance auf den Klassenverbleib mit dem 3:2-Sieg gegen die SG Geisfeld gewahrt, doch der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt immer noch fünf Zähler (zum SV Mehring). Der Schwere der Aufgabe sind sich die beiden Trainer Stefan Castello und Daniel Maes vollauf bewusst. „Wir haben unsere Hausaufgabe gegen Geisfeld erfüllt, auch wenn wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. In der Phase, in der wir den Vorsprung auf 4:1 hätten ausbauen müssen, waren wir im Angriff zu inkonsequent und in den Zweikämpfen zu schläfrig gewesen. Die Intensität ist abgeflacht. In Udler dürfen wir uns solche leichten Aussetzer oder Phasen, wo wir keinen oder zu wenig Zugriff haben, nicht leisten“, geht Maes von einer aggressiv zu Werke gehenden Ellscheider Mannschaft aus. „Der Plan bleibt unverändert: Wir werden alles mobilisieren, um zu gewinnen und mit weiteren drei Punkten die Hoffnungen auf den Ligaerhalt zu stärken. Auch der Kader bleibt weitgehend unverändert.“ Joel Schneemilch (fehlte zuletzt krankheitsbedingt), Marvin Kugel (fehlte mit Fußproblemen angeschlagen) und Simon Blasius (zuletzt nach langer Verletzungspause wieder mit ein paar Minuten) stehen wohl wieder komplett bereit und sind zumindest Alternativen von der Bank. Also SG Zewen: Wenn das Team noch eine reelle Chancen auf den Klassenverbleib wahrnehmen will, muss es in Udler gewinnen. Sonst droht im Falle einer Niederlage schon der vorzeitige Abstieg.
Die Erleichterung über den vorzeitigen Klassenerhalt ist bei den Alfbachtalern schon freudige Gewissheit. Trainer Markus Boos: „Für uns als SG bedeutet das vor allem Planungssicherheit. Trotz einer herausfordernden Saison mit Höhen und Tiefen sind wir grundsätzlich mit der Runde zufrieden, wissen aber auch, dass wir in einigen Spielen Punkte leichtfertig verschenkt haben. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass wir Jahr für Jahr erfahrene Spieler verlieren und unsere vielen jungen Spieler sich noch an Herrenfußball in der Bezirksliga gewöhnen müssen. Wir standen in Summe gesehen kein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz und wollen in den nächsten drei Spielen noch ein paar Plätze nach oben klettern.“ Für den Spielerztrainer, der auch in der kommenden Saison auf der sportlichen Kommandobrücke steht, geht es in den verbleibenden Partien um folgendes: „Wie bereits gesagt, möchten wir in den nächsten drei Wochen noch einige Punkte sammeln und bestenfalls auf einem einstelligen Tabellenplatz landen. Wir werden mit Weitblick aber auch schon ein, zwei Dinge für die neue Saison testen und Spielern, die aufgrund von Verletzungen hintendran sind, Spielzeit geben. Abschenken werden wir aber definitiv nichts.“
Boos sieht trotz fünf Niederlagen nach der Winterpause eine Entwicklung bei seiner noch immer sehr jungen Mannschaft. „Wir haben nach der Winterpause zwar schon fünf Spiele verloren, hiervon allerdings vier gegen die absoluten Topteams aus Schweich, Tarforst, Salmrohr und auch Tawern. Lediglich die Niederlage in Niederemmel und das Unentschieden gegen Geisfeld, als wir aufgrund unserer eigenen Chancenverwertung nicht ins Punkten gekommen sind, ärgert mich so richtig. Gegen die direkten Konkurrenten aus Lüxem, Franzenheim, Mehring und Schleid gab es Siege, wodurch wir uns eine relativ ruhige Runde erarbeitet haben.“ Den Gegner zu unterschätzen, verbietet sich für Boos. „Wenn ich an Zewen denke, kommt mir zu allererst unser verrückter 6:5- Auswärtssieg aus der Hinrunde in den Kopf. Wir erwarten Zewen mit dem Messer zwischen den Zähnen. Das Spiel ist ihre wohl letzte Chance, noch einmal die Nichtabstiegsplätze anzugreifen. Wir müssen vor allem auf Yannick Andreas und Philipp Kartz achten.“ Zu verlieren haben die Vulkaneifeler nichts. Pünktlich zum Sportfest in Udler sollen drei weitere Punkte her. Der Trainer hat schon eine Idee, wie man den Gegner aushebeln könne. „Sicherlich mit unserem eigenen Tempo, mit guten Standards sowie mit einer gesunden Aggressivität. Wir können befreit aufspielen, ich hoffe, dass das meiner jungen Mannschaft entgegenkommt.“ Personell sieht es wieder besser aus beim Rangzehnten der Liga. Jannick Land, Markus Boos selbst, Matteo Jaax, Matthias Alt und Philipp Limbach kehren zurück. Fehlen werden weiterhin Luca Marinus und Anton Minninger mit langwierigen Knieverletzungen.
Udler, Sonntag, 10.5., 15.30h
Foto: Sandra Maes
