Zehn Tore, mehrere Wendungen und eine Sirzenicher Aufholjagd, die erst mit dem Schlusspfiff endete: Salmrohr und Sirzenich lieferten sich ein außergewöhnliches Bezirksliga-Spiel. Den entscheidenden Unterschied machte letztlich eine Phase vor der Pause, in der der FSV seine Möglichkeiten konsequent nutzte.

Die Partie begann turbulent: Hendrik Thul brachte Salmrohr in der zweiten Minute mit 1:0 in Führung, nur vier Minuten später glich Robin Esser für Sirzenich aus. Danach blieb das Ergebnis zunächst bestehen, ehe die Gastgeber innerhalb von neun Minuten davonzogen. Noah Wrusch traf in der 34. Minute zum 2:1, Louis Thul erhöhte auf 3:1 (37.) und Hendrik Thul stellte kurz vor der Pause auf 4:1 (43.).

Nach dem Seitenwechsel legte Salmrohr zunächst nach. Hendrik Thul komplettierte in der 64. Minute seinen Dreierpack und erhöhte auf 5:1. Sirzenich gab die Partie dennoch nicht verloren. Robin Esser verkürzte mit seinem zweiten Treffer auf 2:5 (81.), ehe Louis Thul nur drei Minuten später mit seinem zweiten Tor des Tages das 6:2 erzielte. Die Gäste blieben hartnäckig: Luca Clemens traf unmittelbar darauf zum 3:6 (85.), Tom Kesselheim stellte in der vierten Minute der Nachspielzeit schließlich den 4:6-Endstand her.

Sirzenichs Trainer Kevin Endres sah seine Mannschaft trotz der sechs Gegentreffer über weite Strecken gut im Spiel: „Im Endeffekt waren wir über 90 Minuten die bessere Mannschaft und hatten auch die besseren Chancen. Leider hatten wir vor der Pause eine Phase von 15 Minuten, in denen wir nicht gut sortiert waren und nicht richtig in die Pressingmomente kamen. Wobei Salmrohr auch nicht viele Chancen hatten. Wir sprachen vor dem Spiel noch an, dass ihre Chancenverwertung aktuell nicht gut ist. Gegen uns machte Salmrohr dann aus acht Möglichkeiten sechs Tore. In der zweiten Halbzeit zeigten wir eine super Moral und geht das Spiel zehn Minuten länger, wird es nochmal spannend. Hintenraus waren wir nämlich klar besser. Am Ende des Tages sind sechs Gegentore aber zu viele, um ein Spiel zu gewinnen. Auf der anderen Seite muss man gewinnen, wenn man vier Tore schießt. Das war die Quintessenz des Spiels.“

Foto: Archiv/Maes

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