Die Saartal-SG unterlag in einem wichtigen Spiel im Kampf gegen den Abstieg einer starken und kompakt auftretenden Pluwiger Mannschaft mit 0:2 und muss sich wieder ernsthafte Gedanken um den Verbleib in der Liga machen.
Während die DJK mit jetzt 32 Punkten fast schon gerettet ist, stehen die Kanzemer wieder permanent unter Druck. Ein einziges Pünktchen beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den die SG Niederkell derzeit einnimmt. Die DJK begann konzentriert, hatte mehr Ballbesitz und schloss die Räume bei den kreuzgefährlichen Kontern der Heim-SG konsequent. Als Saimir Zemblaku im Strafraum regelwidrig zu Fall kam, verwandelte Jan Becker den Elfmeter cool zur Gästeführung (28.). Der zuvor Gefoulte war es schließlich, der in der 81. Minute mit dem 2:0 den Deckel für die kämpferisch starken Pluwiger drauflegte. Zemblaku traf mit seinem neunten Saisontor zum 0:2. Die Enttäuschung über eine verpasste Chance, mit einem Sieg den Abstand auf die Abstiegsplätze zu vergrößern, stand Kanzems Trainer Carlo Müller ins Gesicht geschrieben. „Unterm Strich haben wir verdient verloren, weil wir nach vorne absolut harmlos agierten. Die Spieleröffnung war ohne Schärfe und zu risikoreich. Wir hatten zu viele Fehler in unserem Spiel gegen die zahllosen langen Bälle von Pluwig. Generell war die Arbeit gegen den Ball nicht gut. Wenn man solche Fehler macht, verliert man in der A-Klasse Spiele.“ Pluwigs Coach Uwe Wess meinte, dass „wir vornehmlich in der ersten Halbzeit überlegen waren. Einziges Manko: Einmal mehr haben wir unsere zahlreichen Torchancen nicht genutzt. Der Elfmeter hat uns aber in die Karten gespielt, der ganz klar auch berechtigt war. Der Torwart kommt raus und Philipp Steiger wurde gefoult. Mit einer Prellung am Knie sowie am Oberschenkel ist nicht sicher, ob es bei ihm für das Heimspiel gegen Schweich am Sonntag reicht. Jan Becker verwandelte souverän. Man hat aber gesehen, dass uns die Galligkeit und Bissigkeit gefehlt haben. Auch das Fehlen von Marcel Kohl und Alfred Sartisson haben wir nicht richtig kompensiert bekommen, weil sie auch Führungsaufgaben auf dem Platz übernehmen. Nach dem 1:0 sind wir in den Verwaltungsmodus übergegangen, konnten dann zwar wieder ein paar Konter setzen, die aber nicht zwingend genug waren. Saimir Zemblaku hat einen der Tempogegenstöße über die linke Seite zum 2:0 genutzt, als er aus spitzem Winkel traf. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Man hat danach gemerkt, dass der Druck etwas gewichen ist. Es war ein verdienter Sieg und auch schön, mal wieder zu Null gespielt zu haben.“
