Die SG Kenn/Fell/Riol/Longuich hat den Sprung ins gesicherte Mittelfeld nach einer 2:3-Heimniederlage gegen den SV Föhren verpasst.


Dabei begann alles verheißungsvoll für die Mannschaft von Andreas Schneider. Einen Freistoß von Carsten Reis brachte Jonas Kordel per Kopfball zum frühen 1:0 im Kasten des SVF unter (5.). Doch die Antwort der Gäste ließ nicht allzu lange auf sich warten. Daniel Loibl bediente seinen Bruder Luis, so stand es nach 18 Minuten 1:1. Keine fünf Minuten später hatte Föhren die Partie gedreht: Erneut hieß es: Daniel Loibl auf Luis und zack, drin war er. Kenn wechselte, Fabian Faber kam für Leon Thomas (30.). Lange Zeit passierte nichts Wesentliches zwischen den Strafräumen, bevor Föhrens Toptorjäger Nico Toppmöller zuschlug und eine Flanke von Matthias Wey zum 3:1 verwertete (83.). Doch es sollte noch einmal spannend werden: Luca Welter zog aus Nahdistanz ab und stellte fünf Minuten vor Schluss auf 2:3. Der war erst einen Wimpernschlag zuvor für Carsten Reis in die Partie gekommen. Kenn warf alles nach vorne, brachte mit Nico Reis weiteres Offensivpersonal, doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr. Föhrens Trainer Sebastian Pull war heilfroh, den Dreier ins Ziel gerettet zu haben. „Wir haben den Kampf absolut angenommen und sind auch nach dem Rückstand in einem richtig schwierigen Spiel zurückgekommen. Auch wenn der Gegner die Punkte unbedingt gebraucht hätte, haben wir zu keiner Zeit kämpferisch nachgelassen und super dagegengehalten. Kompliment an meine Jungs.“ Kenns Co-Trainer Louis Welter traf folgende Einschätzung zum Spielverlauf. „Wir sind perfekt in die Partie gestartet und konnten früh durch einen schönen Kopfballtreffer von Jonas mit 1:0 in Führung gehen. In der Folge haben wir es jedoch versäumt, weiter Druck auszuüben und zunehmend die Kontrolle über das Spiel verloren. Föhren setzte vor allem auf einfachen Fußball: Viele lange Bälle, weite Einwürfe und Standardsituationen sorgten immer wieder für Gefahr. Letztlich sind sie durch zwei nahezu identische Situationen in Führung gegangen. Das war insgesamt zu einfach – das müssen wir besser verteidigen. Über das gesamte Spiel hinweg hat uns die nötige Einstellung und letzte Überzeugung gefehlt, was uns sehr ärgert.“