Trotz eines Traumstarts kam die SG Kenn II gegen die SG Pölich unter die Räder und verpasste damit zum dritten Mal in Folge die Punkte. Pölich hingegen blieb auch das sechste Spiel in diesem Jahr ungeschlagen.
Die Zweitvertretung aus Kenn erwischte einen Traumstart vor heimischer Kulisse und traf bereits nach neun Minuten durch Felix Spitzley zur Führung. Nur sechs Zeigerumdrehungen später schlug dann auch Lukas Laux zu und baute die Führung der Hausherren auf 2:0 aus. Ein perfekter Beginn, auf den eine komplette Wende folgen sollte, denn die Gäste aus Pölich wachten im Anschluss auf. Ein Doppelschlag von Christoph Wagner (29.) und Mike Scholer (34.) sorgten für den 2:2-Pausenstand und in Hälfte zwei knüpfte die SGP nahtlos an die Druckphase an.
Nils Engemann traf fünf Minuten nach dem Seitenwechsel zur Pölicher Führung, die Wagner (67.) und Matthias Dixius (76.) auf 2:5 in die Höhe schraubten. Auch nach einer Gelb-Roten Karte für Dennis Hontheim (79.) fanden die Kenner in Überzahl nicht zurück ins Spiel. Stattdessen legten die Gäste durch Scholer in der Nachspielzeit einen weiteren Treffer nach und traten mit einem halben Dutzend Tore im Gepäck die Heimreise an.
Für Kenns Co-Trainer Björn Berens war die Pölicher Offensive irgendwann nicht mehr zu stoppen: „Wir kamen super ins Spiel und machten aus unseren ersten beiden Chancen direkt zwei Tore. Zu diesem Zeitpunkt war die Führung auch verdient. Es gab dann relativ früh eine längere Verletzungsunterbrechung. Wir verloren im Anschluss unseren Rhythmus und Pölich wurde stärker. Bei einer Ecke und einem Einwurf stellten wir uns etwas naiv an und das 2:2 zur Pause ging in Ordnung. In der zweiten Halbzeit hatten wir Pölichs starker Offensive zu wenig entgegenzusetzen und konnten nicht an unsere Leistung der ersten Hälfte anknüpfen. Insgesamt geht die Niederlage deshalb in Ordnung.“
Für die SGP und Trainer Sandro Kreten war es das sechste ungeschlagene Spiel in Serie und ein verdienter Erfolg nach einem Fehlstart: „Man hat einigen von unseren Jungs vor dem Spiel angemerkt, dass sie noch nicht ganz da sind. Deshalb habe ich mit so einem Start gerechnet. Nach dem schwierigen Start konnten wir uns fangen. Kenn wirkte irgendwann müde und man merkte dann auch nicht, dass wir eine gewisse Zeit in Unterzahl spielten.“
