Rein optisch sah es erneut nach einer Salmrohrer Zitterpartie aus.




Doch der FSV war die klar dominierende Mannschaft und hätte nach einer halben Stunde eigentlich schon alles klar machen müssen. Bis zur Halbzeit roch es nach einer Überraschung: Denn die Hochwälder führten nach dem Treffer von Adrian Meier aus der 17. Minute mit 1:0 und agierten zu Beginn der zweiten Halbzeit in Überzahl, nachdem sich Salmrohrs Jan Brandscheid in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und dafür glatt Rot bekam. Ein Doppelschlag nach der Pause sorgte für die Wende und einen am Ende auch hochverdienten Sieg des FSV. Rasheed Eichhorn hatte eine Flanke von Luca Meyer über die Linie gedrückt (51.) und vier Minuten später sorgte Louis Thul nach einer Kombination über mehrere Stationen für das 2:0. Salmrohr betrieb im ersten Durchgang Chancenwucher. „Was wir für Torchancen ausgelassen haben, ist unfassbar. Frei vorm Tor, Latte, Pfosten, den Torwart angeköpft aus fünf Metern. Wir haben insbesondere in der ersten Halbzeit so ziemlich alles verballert“, sah Rudi Thömmes dennoch einen hochverdienten Sieg. Wie der Salmrohrer Coach unterstreicht, „war Franzenheim gar nicht bei uns in der Hälfte. Doch dann kommt es, wie es immer kommt, wenn du deine Chancen nicht nutzt. Ein langer Ball, der verlängert wird, der Stürmer läuft durch und überlupft Dominik mit einem Heber. Dann steht es halt 0:1.“ Nach der Halbzeit hatte Thömmes auf Dreierkette umgestellt und trotz Unterzahl das Spiel bestimmt, den Ball laufen lassen und die zwei Tore zügig herausgespielt. Franzenheim spielte nur noch lange Bälle und hat auf Konter gesetzt“, so Thömmes. Franzenheims Moritz Poth sah in der 79. Minute nach einer Notbremse ebenso Rot. „Wir sind mit einem guten Gefühl in die Halbzeit gegangen. Trotz Überzahl wurde es nach dem Doppelschlag für uns extrem schwierig. Gegenwehr, Einsatz und Zweikampfverhalten haben gestimmt. Doch die individuelle Qualität von Salmrohr war einfach zu groß“, sprach Pellingens Vorsitzender Dominik Annen von einer verdienten Niederlage. Die Chancen auf den Klassenverbleib sind jetzt nur noch theoretischer Natur. Bei einer Niederlage kommenden Samstag gegen den bereits als Meister feststehenden FSV Tarforst ist die SG abgestiegen.