Seit sieben Heimspielen und in 2026 noch komplett ungeschlagen, empfängt der SV Bekond am Sonntag die SG Züsch. Auch der Tabellendritte reist mit dem Rückenwind einer Ungeschlagen-Serie an und ist auf dem Kunstrasen praktisch zum Siegen verdammt.
Die SG Züsch machte es sich zum Restrundenstart nicht leicht und entschied die Spiele gegen die Kellerkinder Haag II (1:0) und die SG Geisfeld II (1:3) nur mit Mühe für sich. Es folgte eine weitere durchwachsene Leistung gegen die SG Ruwertal Gutweiler II (2:2), ehe der Tabellendritte gegen Farschweiler (3:2) und Niederemmel II (1:4) zu seinem Spiel fand. Unterm Strich eine gute Bilanz, denn anders als Primus Kordel und die zweitplatzierte SG Thalfang/Berglicht blieben die Züscher in 2026 ungeschlagen. Die Folge: Die SGZ machte Boden auf die Aufstiegsränge gut, steht sechs Zähler hinter den Kordelern und nur noch einen hinter Thalfang. Da noch direkte Duelle in den kommenden Wochen anstehen, ist insbesondere das Rennen um Rang zwei völlig offen. Voraussetzung dafür, dass die Züscher im direkten Duell am Tabellenzweiten vorbeiziehen könnten, ist ein Sieg gegen Bekond. Und genau hier liegt die Schwierigkeit.
Bekonds Trainer Andreas Kiemes sprach nach der Winterpause davon, dass seine Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht habe. Dies bestätigte sich in den folgenden Wochen, denn nach sechs Partien in 2026 sind die Bekonder noch immer ungeschlagen. Auf den Kantersieg gegen Kenn II und die drei Remis gegen Schweich III, Osburg und Pölich folgten zuletzt souveräne, hohe Siege gegen Haag II (4:0) und Geisfeld II (1:5). In der Tabelle ging es für den SVB entsprechend nach oben, wo man aktuell auf dem sechsten Platz liegt – gleichauf mit dem Tabellensiebten aus Schweich. Für die Bekonder eine Position, die man allzu gerne bis zum Saisonende verteidigen würde. Dafür sind in den drei kommenden Wochen weitere Siege nötig, da man sich danach frühzeitig in die Sommerpause verabschiedet und somit keine Gelegenheit mehr bekommt, Erfolge der Konkurrenten am letzten Spieltag zu kontern.
Grundlage für den Bekonder Erfolg in dieser Saison und einen potentiellen Saisonabschluss auf Platz sechs sind wieder einmal die Heimspiele des kleinen Vereins. Mit der eigenen Kulisse im Rücken musste sich der SVB in zehn Spielen (vier Siege, fünf Remis) nur ein einziges Mal geschlagen geben – Ligabestwert. Und es ist das ausgeschriebene Ziel der Bekonder, dieser Bilanz in den verbleibenden beiden Heimspielen keine weitere Nullrunde folgen zu lassen. Einen Fehltritt darf sich auch die SG Züsch nicht leisten, denn schon ein einzelner könnte das Aus im Rennen um Platz zwei bedeuten.
Nicht ohne Grund sieht Züschs Trainer Andreas Weber die Partie in Bekond als ein „Schlüsselspiel“ für die kommenden Wochen. Denn wie der SVB fühlt sich der Tabellendritte zuhause besonders wohl und darf dort die SG Thalfang/Berglicht empfangen. Unterliegt man jedoch in Bekond, während der Tabellenzweite seine Partie gegen Kellerkind Geisfeld II gewinnt, ist das Heimrecht und dessen Vorteil praktisch nichts mehr wert. Der SGZ bleibt also nicht anderes übrig, als gegen den formstarken Tabellensechsten auf Sieg zu spielen. Eine Ausgangslage, die das Gastspiel anheizen sollte. Ob das gelingt oder der SV Bekond seine Heimserie (sieben ungeschlagene Spiele) weiter ausbaut, wird sich am Sonntag zeigen. Denn fest steht nur, dass ein Züscher Durchmarsch wie im Hinspiel (6:2) auf dem Bekonder Kunstrasen nicht zu erwarten ist.
Bekond, So., 03.05., 14.45h
