11ER: Am letzten Wochenende gelang der SG Pölich ein überraschender Sieg gegen die SG Thalfang/Berglicht. Wie war die Stimmung nach dem Spiel?
Sandro Kreten: Die Stimmung nach dem Sieg war sehr gut. Leider hat sich ein Spieler verletzt, was die Stimmung dann aber doch etwas getrübt hat.
11ER: Nachdem Sie und Patrick Kastner das Traineramt übernahmen, war es das vierte ungeschlagene Spiel in Folge. Wie sind Sie die Aufgabe angegangen? Haben Sie etwas im Training verändert?
Kreten: Gute Frage. Wir haben im Training schon etwas verändert und ein paar Dinge umgestellt. Wir haben auch einen Spieler hochgezogen, der im letzten Jahr nicht viel bei uns spielte. Er trägt auch dazu bei. Wir bekommen immer noch zu viele Gegentore, versuchen aber, kompakter zu stehen. Aus dieser Kompaktheit heraus wollen wir uns Chancen erspielen und gemeinsam verteidigen. Das hat in der ersten Halbzeit gegen Thalfang sehr gut funktioniert. Hintenraus fehlt uns die Luft, aber da versuchen wir, durchzuwechseln. Die Regeländerung kommt uns deshalb entgegen. Es muss aber nicht unbedingt an diesen kleinen Veränderungen liegen, sondern eher daran, dass alle Spieler gut mitziehen. Die Trainingsbeteiligung ist gut und das macht sich bemerkbar.
11ER: Wie geht es für Sie nach dieser Saison weiter? Schließen Sie einen Trainerposten weiterhin aus?
Kreten: Wir bekommen in der nächsten Saison einen neuen Trainer (Damian Stoklosa, Anm. d. Red.). Ich kannte ihn nicht, habe aber schon mit ihm telefoniert und er macht einen guten Eindruck. Es sollen auch noch ein paar jüngere Spieler hinzukommen. Für mich bedeutet das, dass es wieder als Spieler weitergeht.
11ER: Sie zählen mit Dennis Hontheim, den Schmitt-Brüdern und anderen zu den Routiniers im Team. Wie steht es um die Zukunft der SG Pölich?
Kreten: Es sollen junge Spieler nachkommen und es fanden bereits Gespräche statt. Selbst bin ich aber nicht in diese Gespräche involviert und kann daher nur wenig dazu sagen. Ich gehe davon aus, dass ein paar ältere Spieler aufhören werden. Es ist nicht immer leicht, jüngere Spieler zu überzeugen, doch der Verein versucht es und den Versuch ist es wert. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr eine gute Mannschaft haben werden. Aktuell gibt es auf der ein oder anderen Position noch Verbesserungsbedarf. Da fehlen uns bei Wechseln einfach die Alternativen. Wir älteren Spieler wollen den jüngeren nicht im Weg stehen, aber es braucht eine gute Mischung. Nils Engemann ist zum Beispiel total wichtig für uns, er schießt viele Tore und bereitet viele vor. Zu sagen, dass man jetzt ausschließlich mit jungen Spielern spielt, wäre da fatal.
11ER: Im nächsten Spiel wartet die SG Kordel, die zuletzt verlor und gegen Ihr Team wieder in die Erfolgsspur finden will. Das Hinspiel verlor Pölich mit 7:0. Was für einen Gegner erwarten Sie im Rückspiel?
Kreten: Kordel ist immer ein unangenehmer Gegner. Ich glaube, dass ich noch nie ein angenehmes Spiel gegen sie hatte. Dazu spielen wir in Detzem, was für alle Mannschaften unangenehm ist. Das bringt noch ein bisschen Spannung rein. Wir müssen gegen Kordel von der ersten Minute an Vollgas geben, um zu punkten. Für uns ist es ein Zusatzspiel, doch wir wollen etwas mitnehmen. Wir wissen aber, dass Kordel sehr stark ist. Sie stehen ganz oben, haben ein richtig gutes Torverhältnis mit wenigen Gegentoren. Wir schießen jedoch viele Tore und wollen auch am Sonntag treffen.
11ER: Wie steht es am Wochenende um das Personal?
Kreten: Wir können auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen, was uns mit Auswechslungen hilft. Zwei Spieler fehlen eventuell arbeitsbedingt. Der Spieler, der gegen Thalfang eine Verletzung davontrug, wird uns fehlen. Insgesamt sieht es aber ganz gut aus.
