11ER: Sie sagten vor dem Spiel gegen Olewig, dass es ein Gradmesser für Ihr Team sein würde. Die Partie wurde verloren und aktuell steht man auf Rang fünf. Spiegelt dieser Platz die Saison des FC Könen wider oder wäre mehr möglich gewesen?
Marcel Herrig: Rückblickend wäre für uns in dieser Saison mehr möglich gewesen. Da gab es einige Spiele, in denen wir unnötig Punkte abgaben. Ich denke da beispielsweise an unser Auftaktspiel gegen Matthias, in dem wir eine 2:0-Führung hergaben, oder das Hinspiel gegen Konz, in dem wir uns die drei Punkte noch nehmen ließen, weil wir nicht diszipliniert genug waren. Das sind alles Punkte, die wir liegen ließen. Beim 4:4 gegen Wasserliesch waren wir lange Zeit die dominierende Mannschaft, belohnten die Leistung aber nicht. Es macht im Nachgang dann schon traurig, wenn man sieht, was mit diesen Punkten möglich gewesen wäre.
11ER: Sie trauen Ihrem Team also zu, in der nächsten Saison ganz oben anzugreifen?
Herrig: Das ist meine Ambition und auch die unseres Vereins. Das hängt natürlich auch davon ab, was sich bis zum Sommer noch tut. Bis zum Ende der Transferperiode lässt sich so etwas immer schwer sagen. Dafür habe ich schon zu viel gesehen, was kurzfristige Zu- oder Abgänge angeht. Wenn unser Kader zusammenbleibt – wonach es aussieht – und wir in der nächsten Saison weiter reifen, traue ich uns diesen Schritt zu. Wir dürfen dann aber nicht mehr so oft Punkte liegen lassen.
11ER: Stichwort kommende Saison: Gibt es Neuigkeiten, was die Trainerposition betrifft, oder geht es für Sie doch weiter?
Herrig: Wir sind in unseren Gesprächen weit vorangeschritten und haben verschiedene Optionen. Geplant ist, dass ich in irgendeiner Funktion im Trainerteam bleibe. Wie diese aussehen wird, steht noch nicht fest. Fest steht jedoch, dass die Rolle als Spielertrainer ein enormer Aufwand ist und ich zumindest Unterstützung benötige. Dass ich das Team als alleiniger Spielertrainer betreue, wird nicht der Fall sein.
11ER: Sie sprachen bereits das Spiel gegen Konz an. Welche Schlüsse konnten Sie aus dem 3:3 ziehen? Wo sehen Sie die Stärken der Konzer?
Herrig: Man konnte die Stärken des SV Konz in den letzten Wochen gut sehen. Gerade in der Offensive haben sie viel Qualität und bekamen in der Winterpause noch einen Stürmer hinzu, der schon viele Tore erzielte. Da kommt viel Arbeit auf meinen Innenverteidiger-Kollegen und mich zu. Konz tritt geschlossen auf und ist fit. Ich rechne damit, dass es dieses Mal mehr Derby wird, weil beide Mannschaften im Vergleich zur Hinrunde gereift sind. Die Zuschauer dürfen sich auf ein gutes Spiel freuen.
11ER: Wie kann man den SV Konz im Rückspiel schlagen?
Herrig: Wir müssen Konz wie zuletzt Euren in ihrer Defensive zu Fehlern zwingen. Gerade offensiv machten wir letzte Woche ein gutes Spiel. Die erste Halbzeit imponierte mir, denn wir waren giftig, ergatterten viele zweite Bälle und legten Spielfreude an den Tag. An die Leistung der ersten Hälfte müssen wir gegen Konz anknüpfen. Gelingt uns das, bin ich ganz guter Dinge, dass wir auch sie schlagen können. Es ist ja auch für beide Mannschaften ein richtungsweisendes Spiel: Gewinnen wir, ziehen wir mit Konz gleich oder sogar vorbei.
11ER: Wie ist die personelle Lage vor dem Derby gegen den Tabellennachbarn?
Herrig: Wir sollten bis auf unseren Langzeitverletzten Adonis Gashi, der nächste Saison wieder einsteigt, alle Mann an Bord haben. Es wird bestimmt eine spannende Trainingswoche.
