1:1-Unentschieden trennten sich der abstiegsbedrohte VfL Trier in seinem seit langer Zeit wieder im heimischen Wohnzimmer in Heiligkreuz ausgetragenen Heimspiel vom SV Föhren.

Lukas Bojahr hatte die Gäste vom Brühl nach 17 Minuten in Führung gebracht, als ein langer Ball von Christopher Haubrich beim Youngster landete und dieser zwei Gegenspieler aussteigen ließ. Der Schuss des 20-jährigen Rechtsfusses landete im kurzen Eck. VfL-Trainer Marco Neumann nahm mit Tom Kruse und Jon Rollo zwei Angreifer in die Partie. Folglich wurden die Angriffsaktionen der Heiligkreuzer gefährlicher und flüssiger. Auch Torben Weber kam nach einer Stunde für Matheus Maciell in die Partie. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Föhrens Felix Angel (73.) spielte der VfL in Überzahl. Den nimmermüden Trierern gelang dann drei Minuten vor Ultimo der 1:1-Ausgleichstreffer. Es war das Zusammenwirken zweier Joker, das den Hausherren noch einen Punkt sicherte. Kruse bekam den Ball zehn Meter vor dem Föhrener Kasten und spielte uneigennützig auf Weber, der aus kurzer Distanz zum verdienten 1:1 traf (87.). Für Föhrens Trainer Sebastian Pull war es ein vermeidbares Unentschieden, aber dennoch ein akzeptables Remis. „Insgesamt haben wir bei einem sehr spielstarken Gegner ein absolut seriöses Auswärtsspiel abgeliefert und nehmen am Ende auch diesen einen Punkt mit, denn trotz Unterzahl sind wir mehr als knapp sogar am dreifachen Punktgewinn vorbeigeschrammt. Jetzt freuen wir uns schon auf das Derby gegen Ehrang.“ Für VfL-Trainer Marco Neumann fühlte sich der spät errungene Punkt irgendwie unwirklich an. „Wir haben zwar einen Punkt auf Platz zwölf gutgemacht, aber vom Gefühl her kann ich mit dem Punkt nichts Richtiges anfangen. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht aktiv am Spiel teilgenommen. Es wirkte wie ein lauer Sommerkick und trug ein bisschen Freundschaftsspielcharakter. Beide haben abwartend gespielt. Erst in der zweiten Halbzeit, als ich zwei Stürmer mehr aufs Spielfeld gebracht habe, haben wir ein anderes Gesicht gezeigt. Ich habe die Jungs in der Halbzeit nochmals wachgerüttelt und ihnen die Bedeutung des Spiels in Erinnerung gerufen. Wir besaßen dann mehr Ballbesitz, Föhren stand tiefer, blieb aber bei Kontern gefährlich. So haben wir ein keines Powerplay aufgezogen, vor allem nach dem Föhrener Platzverweis.“ So hatte der VfL durch Elias Blasius, Raul Cosano Kreutzer und Jon Rollo auch drei gute Einschussmöglichkeiten. Das späte 1:1 entschädigte für das abwartende Spiel in Halbzeit eins. „Das 1:1 hätte, glaube ich, nicht zählen dürfen, denn es roch stark nach Abseits“, gab Neumann zu. Am Ende ist es ein Punkt gegen den Abstieg. „Wir haben auch nicht verloren und nehmen die positiven Ansätze mit ins Derby nach Trier-Irsch.“