Nach den zuvor erfolgreichen Wochen mit dem Erreichen des Pokalfinales mussten die Weintaler Fußballer wieder einen Rückschlag hinnehmen.
Von einer desolaten Leistung wollte Trainer Dominik Bosl aber nicht sprechen. „Ehrang war jederzeit gefährlich vorne und hat verdient gewonnen. Das steht außer Frage. Es war ein gebrauchter Tag, weil bis auf zwei, drei Spieler keiner Normalform besaß. Wenn es am Ende 8:3 für Ehrang ausgeht, wäre das auch in Ordnung gewesen. Die ersten 15 Minuten waren wir besser im Spiel, hatten aber keine oder kaum zwingende Torchancen. Dafür hat unsere Defensivreihe vermeidbare Fehler gemacht. Ehrang hat mit relativ einfachen Mitteln zwei Tore vorgelegt. Da hatten wir schon keine Chance mehr, das Spiel noch mal zu drehen. Nach dem 0:4 kurz nach der Pause war das Ganze entschieden.“ Mit einem Freistoß von Florian Mertes auf Höhe der Mittellinie war Julien Masselot zur Gästeführung zur Stelle (20.). Nach einem Konter legte Mertes quer auf Andreas Huwer, der es im Stile eines Klassestürmers gut machte und zum 2:0 traf (32.). Mohamed Khalife schockte die Hausherren mit dem 3:0 nur drei Minuten nach Wiederbeginn. Nach Vorarbeit von Huwer besorgte Jason Pütz das 4:0 (59.). Louis Berens hielt die Weintaler Hoffnungen noch mal am Leben, als der Stürmer zum 1:4 netzte (66.). Doch quasi im Gegenzug stellte Pütz mit seinem Treffer zum 5:1 nach Pass von Finn Konrad den alten Abstand wieder her (69.). „Schade, dass im Gegenzug nach dem 4:1 die Aufholjagd schon wieder vorbei war, als wir das fünfte Gegentor reingedrückt bekommen haben“, ärgerte sich Bosl. Ehrangs Trainer Christoph Marzi kam zu dieser Einschätzung: „Meine Mannschaft hat heute von Minute eins den Kampf angenommen und sich über super herausgespielte Tore eine 2:0-Führung zur Pause erarbeitet. Genau das habe ich zur Halbzeit noch mal angemahnt, weil das diese Saison schon öfter vorkam. Doch dieses Mal haben wir in der zweiten Halbzeit direkt da weitergemacht, wo wir aufgehört haben, direkt nachgelegt und damit frühzeitig den Deckel drauf gemacht. Weitere Hundertprozentige haben wir noch liegen gelassen, aber das Ergebnis ist so in Ordnung. Von Weintal kam nur selten Gefahr und wenn, dann nur über Berens, der aber weitestgehend auch glücklos agierte. Ich bin stolz auf das gesamte Team. Jetzt heißt es Fokus auf St. Matthias. Die Liga ist durch die Ergebnisse extrem zusammengerückt.“
