Nach drei Siegen am Stück nach der Winterpause und insgesamt acht Partien ohne Niederlage gingen die Hochwälder vom TuS Schillingen mal wieder als Verlierer vom Platz.
Nach drei Pleiten aus den jüngsten vier Spielen gelang unterdessen auch den Saarburgern mal wieder ein voller Erfolg. Der 3:0-Erfolg der Mannschaft von Sebastian Lorenz trug vor allem eine Handschrift: Leo Vennemann steuerte nicht nur zwei Tore bei, sondern bereitete auch das erste von Marvin Renner mit einem Pass ganz stark vor. Der 25-jährige Angreifer war so an allen drei Treffern beteiligt und avancierte zum Matchwinner in einer ansonsten ausgeglichenen Partie. Die Entscheidung reifte in den letzten fünf Minuten. Renner profitierte beim Führungstreffer nicht nur vom aufmerksamen Vennemann, sondern auch von der Tiki Taka spielenden Schillinger Hintermannschaft. TuS-Torwart Marius Becker, der ansonsten wieder ein starker Rückhalt seiner Mannschaft war, vertändelte den Ball, spielte einen Fehlpass, den Venenmann gut antizipierte. „Klar hätte ich den Ball besser einfach aus der Gefahrenzone schlagen sollen, anstatt ihn unter Bedrängnis zu spielen. So kam eine Slapstickeinlage dabei heraus. Die Situation muss ich einfach besser klären“, klangen selbstkritische Worte beim Schillinger Torwart mit. Eine weitere Aktion mit Beteiligung des Keepers ereignete sich Mitte der zweiten Halbzeit beim Stand von 0:0. Es war eine Fairplay-Aktion vom Allerfeinsten. Saarburgs Stürmer Simon Ollinger hatte den Ball im eigenen Ballbesitz fairerweise ins Seiten-Aus gespielt, nachdem sich Becker mit Ball am Fuß das Knie verdrehte, dabei ausrutschte und auf den Boden gefallen war. Es wäre das sichere 1:0 für die Hausherren gewesen. „Das, was Simon Ollinger gemacht hat, war die fairste Aktion, die ich je miterlebt habe und verdient den allergrößten Respekt. Das passierte sechs, sieben Meter vor dem Tor, als es noch 0:0 stand“, bewertete Becker die Aktion des Saarburgers als große Geste der Fairness. Insgesamt schätzte der Schillinger Torwart-Oldie, der nach wie vor als einer der besten Torhüter der Liga gilt, die Niederlage so ein, dass „sie klar zu hoch ausgefallen ist. Wir hatten vorher auch ein, zwei gute Angriffe gefahren, wo wir hätten auch in Führung gehen können“. So traf Tobias Anell nur den Innenpfosten, Luca Bernheine scheiterte freistehend vor dem Tor. Erfreulich für Trainer Gerd Morgen, dass Marco Engel nach über einem Jahr nach überstandenem Kreuzbandriss sein Comeback feierte. Der 33-jährige Mittelfeldspieler kam in der 70. Minute für Luca Bernheine in die Partie und durfte 20 Minuten lang wieder A-Liga-Luft schnuppern.
