Wenn am Sonntag ab 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Trimmelter Hof der Anstoß zu einem brisanten Abstiegsduell erfolgt, sind Hochspannung und sehr viel Würze angesagt. Denn es geht im sportlichen Überlebenskampf um alles oder nichts – zumindest aber um eine vielversprechende Ausgangssituation für den weiteren Abstiegskampf.
Die Tarforster Bezirksliga-Reserve empfängt als Tabellenvorletzter die auf Rang acht notierte DJK Pluwig-Gusterath. Trotz des tabellarischen Unterschieds von fünf Plätzen ist es ein Duell auf Augenhöhe, denn der Schein trügt. Pluwig hat gerade einmal vier Punkte auf den FSV gut. Heißt: Gewinnen die Höhenstädter ihre Partie, sind sie nicht nur eventuell vorläufig raus aus den Abstiegsrängen, sondern bis auf einen Punkt an Pluwig dran. Das Hinspiel gewann die DJK mit 2:1. Zur Erinnerung: Marcel Dammer hatte den FSV nach 18 Minuten in Führung gebracht. Jan Becker mit dem Halbzeitpfiff und Saimir Zemblaku (69.) drehten schließlich das Spiel zugunsten der Hochwälder. Der Trend stimmt beim FSV, nur habe seine Mannschaft es versäumt, in Schillingen ihre spielerische Dominanz auch in weitere Tore umzusetzen. „Ich erwarte, wie bereits im Hinspiel, sehr viel Intensität und eine hitzige Atmosphäre. Alle meine Spieler sollten hochmotiviert sein, die Zweikämpfe zu gewinnen und Torchancen zu generieren. Es geht darum, nicht so fahrlässig mit ihnen umzugehen wie in Schillingen. Da müssen wir kaltschnäuziger sein und klare Entscheidungen treffen“, weiß FSV-Trainer Alexander Becker um ein mögliches Erfolgsrezept. Spielerisch kann seine Mannschaft Akzente setzen und über Tempo Meter machen. „Wir wollen aber auch defensiv kompakt stehen und dürfen nicht ins offene Messer laufen, denn Pluwig verfügt über ein paar schnelle Leute vorne“, warnt Becker. Personell scheint sich nach Ostern das Lazarett etwas zu lichten. Marcel Dammer muss eine Rotsperre absitzen, doch mit Jan Bauchmüller (nach Verletzung), Yahia Elgawady (wieder fit), Danny Popp (aus Urlaub), Jacob Penth (nach Leistenproblemen) und David Fiegler (fehlte zuletzt berufsbedingt) stehen einige Spieler wieder zur Verfügung. Ähnlich angespannt ist die Situation bei den Gästen aus Pluwig-Gusterath. Das Abrutschen in die Gefahrenzone hat dem Trainerteam um Uwe Wess gar nicht behagt. Die Lage bleibt ernst und ist nach dem 0:1 zuhause gegen den SV Trier-Irsch noch einmal unangenehmer geworden. Denn im neuen Kalenderjahr, sprich nach der Winterpause, gelang noch kein Sieg. Beim 1:6 gegen die DJK St. Matthias wurden die Hochwälder förmlich auseinander genommen. Uwe Wess fordert jetzt unbedingten Willen und die Bereitschaft, dagegenzuhalten. „Einer sollte für den anderen kämpfen und ackern. Wir müssen unsere Qualität auf den Platz kriegen. Doch wir müssen schauen, mit welchem Kader wir agieren. Ein Dreier wäre sicherlich Gold wert. Der Klassenerhalt ist das Ziel, doch der wäre selbst bei einem Sieg noch nicht save. Wir brauchen noch acht bis neun Punkte“, so Wess. Für Nico Denzer heißt es Saison-Aus, denn beim Torjäger der Pluwiger steht demnächst eine Operation an der Hand an. Julian Müller ist im Urlaub, doch es kommen einige Spieler zurück, die zuvor verletzt, angeschlagen oder arbeitsbedingt verhindert waren: Jan Becker, Peter Welter, Alfred Sartisson, Maxi Michels und Maurice Föhr könnten wieder Optionen für den Kader sein. Eventuell stößt auch noch mal der in Mainz lebende frühere Torjäger Robin Mohm dazu.
TR-Tarforst, Sonntag, 12.4., 15.00h
