So umkämpft das Hinspiel, so deutlich das Rückspiel: Die SG Kordel ließ gegen Aufsteiger Kenn II keine Spannung aufkommen und fertigte die Gäste mit dem nächsten Kantersieg ab.
Adrian Stolz, der für die SG Kordel zum ersten Mal in dieser Saison von Anfang an auflief, traf in der 19. Minute zur Führung des Spitzenreiters. Der kontrollierte die Partie nach Belieben, legte durch Marc Willems nach (23.) und schraubte das Ergebnis durch einen weiteren Stolz-Treffer noch vor dem Pausenpfiff auf 3:0 in die Höhe (41.). Auch im zweiten Durchgang bekam die abstiegsbedrohte SG Kenn II in Welschbillig keinen Fuß auf den Rasen. Stattdessen wandelte sich die Partie zur Willems-Show, der dabei laut Trainer Christian Adams auch von seinem Sturmpartner Marvin Roth profitierte: In der 53. Minute traf Willems zum 4:0, ehe er per Doppelschlag (66., FE. 69.) auf 6:0 stellte. Nach einer Roten Karte für Kenns Andreas Huwer (73.) traf Willems in der 86. Minute auch noch ein fünftes Mal (Elfmeter) und sorgte damit für den 7:0-Endstand.
Ein Sieg, bei dem man laut Kordel-Coach Adams nie in Gefahr geriet: „Kenn hatte keinen Torschuss und kam kein einziges Mal gefährlich vor unser Tor. Sie schafften es auch nur selten mit langen Bällen, die wir gut wegverteidigen konnten, in unsere Hälfte. Ich gehe davon aus, dass Kenn heute keinen guten Tag hatte, denn das Hinspiel war deutlich enger. So war es auch in dieser Höhe ein sehr verdienter Sieg.“
Eine verdiente Niederlage, wie Kenns Co-Trainer Björn Berens gestand, aber eine, bei der dennoch die Einstellung stimmte: „Wir reden nicht gerne über das Personal, doch gegen Kordel mussten wir praktisch unsere gesamte Startelf ersetzen. Wir konnten die fehlenden Spieler zwar über unsere Breite auffangen, aber die Qualität reichte nicht, um eine Mannschaft wie Kordel vor eine Herausforderung zu stellen. Kordel machte es noch mal besser als im Hinspiel und ließ uns auf ihrem großen Platz viel laufen. Es gab eigentlich keine Phase, wo wir uns von ihrem Dauerdruck befreien konnten. Dennoch muss ich hervorheben, dass sich unsere Jungs über 90 Minuten nicht aufgegeben haben und trotz des hohen Rückstands weiterkämpften. Wir sagten der Mannschaft schon vor dem Anpfiff, dass unsere Gegner und Spiele noch kommen werden. Von daher lässt sich auch diese Niederlage verkraften.“
