11ER: Drei Pflichtspiele absolvierte Ihr Team in 2026 und gewann alle drei. Im letzten Spiel blieb man zum ersten Mal ohne Gegentor. Wie bewerten Sie den Start in die Restrunde?
Marcel Herrig: Die Leistung der zweiten Halbzeit in den ersten beiden Spielen und das Spiel vom letzten Sonntag haben mich sehr positiv gestimmt. Wir haben auf verschiedenen Positionen etwas ausprobieren müssen, doch so langsam hat sich eine gute erste Elf herauskristallisiert, auf die wir in den nächsten Wochen aufbauen wollen. Es sind jetzt auch wieder viele Leute in unserem Kader, die in der Hinrunde nicht dabei sein konnten. Der Kader ist gerade wirklich groß und ich hoffe, dass es so noch eine Weile bleibt.
11ER: Wo sehen Sie noch Bereiche, in denen sich die Mannschaft konkret verbessern kann?
Herrig: Ich sehe Verbesserungspotenzial vor allem darin, dass wir Pressingsituationen besser erkennen und ausspielen müssen. Da sind wir als Kollektiv häufig zu schläfrig. Generell ist unsere Rückwärtsarbeit ausbaufähig. Auch deshalb gerieten wir in den ersten beiden Spielen ins Hintertreffen. An der Chancenverwertung werden wir weiter arbeiten, damit wir die Möglichkeiten, die wir kreieren, noch besser nutzen.
11ER: Olewig ist ein direkter Tabellennachbar und beide Teams wollen sich in der Restsaison bestmöglich präsentieren. Dazu dürfte ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten zählen. Was für einen Gegner erwarten Sie an diesem Wochenende?
Herrig: Das Hinspiel war lange Zeit sehr ausgeglichen und umkämpft. Erst gegen Ende konnten wir das Spiel für uns entscheiden. Olewig ist schwierig einzuschätzen und es wird auch darauf ankommen, ob wir in Olewig auf Rasen oder in Kürenz auf dem Hartplatz spielen. Wir haben aber schon einige Spiele auf Hartplätzen gehabt und das Geläuf macht mir deshalb keine Angst. Wie Sie sagen, wollen beide Teams noch möglichst viele Punkte sammeln. Olewig und die nächsten Wochen werden ein Gradmesser für uns sein. Wir würden am Sonntag gerne einen Tabellenplatz gutmachen.
11ER: Olewigs Trainer Denys Surma sagte, dass im Hinspiel die Fitness eine große Stärke Könens gewesen sei. Sehen Sie die Fitness auch dieses Mal als einen Vorteil an?
Herrig: Ich sehe in der Fitness noch immer eine unserer großen Stärken. Wir haben ein sehr hohes Fitnesslevel und konnten das in den ersten beiden Spielen jeweils in der zweiten Halbzeit zeigen. Da haben wir im Vergleich zu manch anderen Mannschaften einen Vorteil. Wir legten in der Vorbereitung auch ein großes Augenmerk darauf und starten früh mit dem Training.
11ER: Ist der große Kader an diesem Wochenende erneut einsatzbereit?
Herrig: Tatsächlich sollten bis auf unsere beiden Langzeitverletzten Mika Rörsch und Adonis Gashi alle zur Verfügung stehen. Ebadulla Rahimi ist aus dem Urlaub zurück. Passiert die Woche über nichts mehr, ist der Kader groß genug.
