11ER: Gegen den SV Trier-Irsch II standen wieder mehr Spieler aus dem Erste-Mannschaftskader bereit. War das für Sie eine Überraschung oder doch ein positiver Trend?
Denys Surma: Es war für mich schon eine Überraschung. Letzten Dienstag sagte ich noch, dass wir den Kader mit einigen A-Jugend-Spielern auffüllen müssen. Daraufhin haben sich dann doch ein paar Spieler rechtzeitig fit gemeldet. Arthur Rissling war wieder dabei und Yurii Buzuliak kam von einer langen Arbeitsreise zurück. Dahms, Thiel und Vogel waren auch an Bord. Für mich war es einer der Gründe für den Sieg, dass wir von der Bank viel Qualität nachlegen konnten.
11ER: Was auffällt, ist, dass Ihr Team in den letzten beiden Wochen scheinbar erst in Hälfte zwei aufwachte und die Leistung steigern konnte. Welche Gründe sehen Sie dafür?
Surma: Es ist schwer zu erklären. Vielleicht liegt es ein wenig am Gegner oder daran, dass wir im Gegensatz zu unseren Gegnern Spieler auf der Bank hatten, die ein intensives, gutes Spiel mitgehen konnten. Vielleicht wachen wir aber auch wirklich erst in der Halbzeitpause auf. Woran es wirklich liegt, kann ich gar nicht sagen. Wir versuchen immer, über die vollen 90 Minuten zu kämpfen und unsere Leistung zu bringen.
11ER: Mika Weirich ist einer der ganz jungen Spieler im Kader. Was zeichnet ihn aus?
Surma: Mika ist erst im September 18 geworden und trainiert seitdem regelmäßig bei uns mit. Er hat seine Chance super genutzt und ist sehr engagiert. Er hat sich zunächst nach den A-Jugend-Spielen bei uns auf die Bank gesetzt. Aus 15 Minuten Einsatzzeit wurden 20 und mittlerweile hat er schon mehrere Spiele über 90 Minuten. Er hat dieses Jahr noch mal einen Sprung gemacht und wir sind alle froh damit, wie er sich entwickelt. Er ist jetzt Teil unserer ersten Mannschaft. Auch andere junge Spieler entwickelten sich gut und können sich zeigen. Seit dem Winter trainieren wir ja mit der A-Jugend zusammen. Mika ist es bisher aber am besten gelungen, seine Chance im Herrenbereich zu nutzen.
11ER: Im Hinspiel unterlag Ihr Team dem FC Könen mit 5:2. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Partie?
Surma: Das Spiel wurde verlegt und fand abends unter der Woche statt. Das macht es immer schwierig, weil nicht alle Spieler zur Verfügung stehen. Das Spiel war intensiv und interessant. Könen war sehr, sehr fit, bewegte sich viel, ließ den Ball gut laufen und machte von Beginn an Druck. Wir konnten irgendwann als Mannschaft dagegenhalten, machten aber zu viele individuelle Fehler. Ballverluste, Fehlpässe, jemand ging ins Dribbling – solche Dinge waren für vier der fünf Gegentore verantwortlich. Für die einzelnen Spieler, aber auch für die ganze Mannschaft ist es psychologisch schwierig, wenn immer wieder individuelle Fehler passieren.
11ER: Aktuell sind beide Teams Tabellennachbarn und wollen in der Restsaison noch das Maximum rausholen – dafür ist ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten nötig …
Surma: Genau so sieht es aus. Beide Mannschaften wollen das Maximum rausholen. Könen ist gut in die Restrunde gestartet. Sie werden der stärkste Gegner, auf den wir in diesem Jahr getroffen sind. Dementsprechend werden wir uns auf das Spiel vorbereiten. Wir würden uns gerne revanchieren und zeigen, dass die 5:2-Niederlage nicht unserem Wert entspricht. Das können wir mit drei Punkten in Olewig tun.
11ER: Ist der Kader an diesem Wochenende so gut besetzt wie in der Vorwoche?
Surma: 100 Prozent so wie im letzten Spiel wird der Kader nicht aussehen, aber ich hoffe, dass wieder ein Großteil unserer ersten Mannschaft dabei ist. Robin Weirich verletzte sich im letzten Spiel und muss diese Woche das Training mit Knieproblemen aussetzen. Ob es bis zum Wochenende reicht, müssen wir abwarten. Rene Weber ist zurück. Pit Freichel fehlt uns nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt.
