Viermal standen sich der SV Trier-Irsch II und der SV Trier-Olewig gegenüber – drei dieser Duelle entschied der SVO für sich. Und auch dieses Mal siegten die Olewiger, die dabei erneut eine Unterzahl-Phase überstehen konnten.
„Auch wenn es wieder Platzverweise gab, war es dieses Mal ein gutes und faires Spiel von beiden Seiten. In der ersten Halbzeit waren wir klar besser und hätten das 2:0 ziehen müssen. Olewig hatte auch hier und da Chancen, aber nichts, wo wir groß hätten eingreifen müssen. Am Ende zogen wir unser Spiel in der zweiten Halbzeit nicht ganz so durch wie geplant. Auch das Spielglück war nicht auf unserer Seite und es gab einen Elfmeter, wo wir jetzt noch nicht genau wissen, wofür. Wir warfen dann alles nach vorne und kassierten noch das 1:3. Am Ende dauert ein Fußballspiel 90 Minuten und nicht 45. In der ersten Halbzeit setzten wir unseren Plan eins-zu-eins um, ließen dann aber die Zügel schleifen. Deshalb stehen wir jetzt – obwohl ich den Jungs keinen großen Vorwurf machen kann – mit leeren Händen da“, haderte Irschs Trainer Sven Becker mit der zweiten Halbzeit.
Dabei zeigte die Irsch-Reserve in Hälfte eins eine konzentrierte Leistung, belohnte sich durch Filip Laugsch mit dem Führungstor (45.). Noch vor dem Pausenpfiff waren die Hausherren erneut frei durch, ließen das 2:0 aber liegen. Das rächte sich in Hälfte zwei, denn nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff glich Robin Weirich aus. Olewig war nun besser im Spiel, spielte ab der 72. Minute aber zu zehnt – Pit Freichel hatte nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte gesehen. Dennoch hielt der SVO das Spiel offen und wurde in der 90. Minute für den Unterzahl-Auftritt belohnt, als Ivan Polischuk einen Elfmeter verwandelte und Nils Krewer die Rote Karte sah. Tief in der Nachspielzeit setzte Olewigs Spielertrainer Denys Surma mit einem Distanzschuss auf das verwaiste Irscher Tor den Schlusspunkt zum 1:3-Endstand.
Ein Ergebnis, mit dem sich Surma zufrieden zeigte: „Über drei Punkte im Derby können wir uns freuen, doch unsere erste Halbzeit war wirklich katastrophal. Da waren wir nicht bereit, den Kampf anzunehmen. Die Irscher wollten es mehr, waren auch besser und führten verdient. Wir reagierten mit vier Wechseln und waren dann nach der Pause am Drücker. Vielleicht machte es heute den Unterschied, dass wir auf der Bank sehr gut besetzt waren und qualitativ nachlegen konnten. Heute hatten wir zum ersten Mal in diesem Jahr 15 Mann der Ersten an Bord und nur einen A-Jugend-Spieler dabei. Am Ende konnten wir das Spiel so drehen und verdient gewinnen.“
Foto: Archiv/Sandra Maes
