Wenn am Sonntag um 14.45 Uhr auf dem Rasenplatz in Fell die Partie SG Kenn gegen den VfL Trier angepfiffen wird, weht jede Menge Brisanz durchs weite Rund – Abstiegskampf pur werden die Zuschauer zu sehen bekommen, hoffentlich viele Tore und möglichst einen Sieg der heimischen SG.
Diese hat sich durch einen 2:0-Auswärtssieg bei der SG Niederkell mit großer Nachhaltigkeit in Szene gesetzt und strebt nun eine ähnliche Aufholjagd an wie im Vorjahr, als die finale Rettung gelang. Kenns Coach Andreas Schneider, der am Saisonende den Taktstock an Benny Weiler weitergibt, möchte selbstverständlich eine A-Klassen-Mannschaft übergeben. Voraussetzung ist, dass sich die Mannschaft aus eigener Kraft dem Abstiegsstrudel entledigt und Vollgas gibt. Mit einem Dreier gegen den VfL Trier soll die Mission Ligaverbleib neue Nahrung erhalten. „Das wird jedoch alles andere als einfach. Wir müssen dieselbe Einstellung und dieselben Grundtugenden wie zuletzt gegen Niederkell an den Tag legen, um am Ende etwas Zählbares mitnehmen zu können. Es wird jedoch ein anderes Spiel werden wie gegen Niederkell, da beide Mannschaften auf dem Rasenplatz in Fell eher spielerische Lösungen suchen werden“, erwartet Co-Trainer Louis Welter ein intensives und vor allem kampfbetontes Spiel auf Augenhöhe. Personell ist einiges in Bewegung geraten. Die zuletzt angeschlagenen Jan Wagner und Albert Niculae sollten bis zum Wochenende wieder fit sein. „Dean Dederichs wird uns vermutlich die gesamte Rückrunde fehlen. Auch bei Nico Reis ist kein Ende seiner Leidenszeit in Sicht, er wird noch auf unbestimmte Zeit ausfallen“, sind zumindest zwei Akteure außen vor.
Auch VfL-Trainer Marco Neumann erwartet einen Fight um jeden Meter und Intensität pur. „Beide Mannschaften haben schon im Hinspiel gezeigt, dass sie keine Abstiegskandidaten sind. Es war ein flottes und abwechslungsreiches A-Liga-Spiel damals bei uns.“ Auf Carsten Reis explizit zu achten, ist für Neumann eine klare Sache. „Carsten ist ein Unterschiedsspieler mit Rheinlandligaerfahrung – auch mit 36 Jahren noch und unverzichtbar für Kenn. Er hat in Waldweiler vorige Woche auch das wichtige 2:0 für seine Mannschaft erzielt. Doch ich möchte besonders den Trainer herausheben. Andreas Schneider ist die wichtigste Personalie beim Gegner. Er leistet seit über einem Jahr hervorragende Arbeit und hat seiner Mannschaft eine klare Handschrift verpasst. Er wird sein Team bestmöglich auf uns vorbereiten und einstellen.“ Für Neumann gilt deshalb: hohes Pressing, Räume verdichten im Mittelfeld, kompromisslos verteidigen vor dem Sechzehner und Umschaltmomente gewinnbringend nutzen. „Gewinnen wir, sind wir sieben Punkte weg. Das genau ist unser Ziel.“ Linus Darzi weilt noch im Urlaub, Till Wollenweber laboriert an einer Sprunggelenksverletzung und Niklas Demmer ist nach Nasen-Operation noch in der Reha-Phase. Indes sind alle Spieler, die mit einem Zweitspielrecht ausgestattet sind, an Bord: Antonio De Luca, Jaron Lunnebach und Jarolin Wozniak.
Fell, Sonntag, 22.3., 14.45h
